Skeleton-News

WM-Silber für Sauerländer Skeleton-Mixed-TeamPressemitteilung NWBSV vom 13.02.2021

Jacqueline Lölling und Alexander Gassner zum Abschluss erneut auf Podium


Altenberg/Winterberg. (pst)

Auch im Mixed-Team-Wettbewerb der BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften gab es Edelmetall für die heimischen Skeletonathleten Jacqueline Lölling und Alexander Gassner von der RSG Hochsauerland und dem BSC Winterberg.

Nachdem Lölling und Gassner in den Einzelwettbewerben am Vortag Silber und Bronze gewonnen hatten, durfte das Duo in Altenberg im Team erneut starten – und das als Titelverteidiger dieses neuen im Vorjahr erstmals ausgetragenen WM-Wettbewerbs. Mit der Titelverteidigung klappte es dieses Mal knapp nicht, Lölling / Gassner mussten sich nur den frisch gebackenen Einzelweltmeistern Tina Hermann und Christopher Grotheer geschlagen geben. Das NWBSV-Team hatte nur 0,14 Sekunden Rückstand auf das siegreiche Team. Der Vorsprung auf das drittplatzierte Team der Russischen Federation betrug nur eine Hundertstelsekunde.

„Es war schon ein sehr schöner Abschluss. Es macht schon Mega-Spaß, sich zusammen zu puschen. Wir hätten den Titel gerne verteidigt, aber Medaille ist Medaille und die anderen beiden waren dieses Wochenende einfach dominierend“, meinte Jacqueline Lölling. Alexander Gassner ergänzte: „Ich war megamotiviert, mit meiner Trainingspartnerin Jacka nochmal alles zu geben. 14 Hundertstel Rückstand und Platz zwei, damit kann man sehr zufrieden sein.“ Den Mixed-Team-Wettbewerb würden die beiden Skeletoni auch gerne bei Olympia sehen. Lölling meinte: „Es wäre für uns eine zweite Medaillenchance bei einem Großereignis und ein schöner Abschluss nach den Einzelwettbewerben.“

Für die Skeletonsportler ist der Wettkampfwinter nun beendet. Gassner hofft noch auf aufschlussreiche Materialtests in den nächsten Wochen. Er sagte: „Das Testen ist ganz wichtig für uns, auch im Hinblick auf die nächste Saison. Da wollen wir den Medaillenspiegel, den wir diese Saison erreicht haben, gerne wiederholen, am besten bei Olympia.“ Bundestrainer Christian Baude bestätigte, dass es noch Tests am Königssee und La Plagne geben wird.

Alex Gassner holt Bronze-Medaille in AltenbergPressemitteilung NWBSV vom 12.02.2021

Winterberger Skeletonpilot kämpft sich von Rang fünf auf drei vor


Altenberg/Winterberg. (pst)

Die Erleichterung war riesengroß. Alexander Gassner, der mit der Empfehlung von zwei Weltcupsiegen im Gepäck angetreten war, gewann im letzten Lauf noch Bronze bei der Weltmeisterschaft in Altenberg, nachdem es nach drei Läufen zunächst nur zu Platz fünf reichte. Christopher Grotheer (BRC Thüringen) verteidigte seinen WM-Titel aus dem Vorjahr vor dem Russen Alexander Tretiakov.

Mit einer nahezu idealen Fahrt zum Abschluss kämpfte sich Alexander Gassner vom BSC Winterberg noch auf den Bronzerang vor. „Nach dem gestrigen Tag hatte ich schon gezweifelt, ob es überhaupt funktioniert. Viele Nachrichten von Familie und Freunden, die mir Mut zugesprochen haben, haben mich aufgebaut. Ich wollte heute nochmal zwei saubere Läufe zeigen und was ich eigentlich draufhabe“, sagte Gassner. Das gelang eindrucksvoll. Nachdem Evgeniy Rukosuev, nach drei Läufen noch vor Gassner auf Platz vier, an Gassners Zeit gescheitert war, musste der junge Felix Keisinger (WSV Königssee) ran. Der Drittplatzierte nach drei Läufen erwischte keinen guten Finallauf und rutschte noch hinter Gassner auf Rang vier zurück. Als fairer Sportsmann dachte der Winterberger an seinen Teamkollegen: „Ich habe gemischte Gefühle. Es fühlt sich natürlich nicht ganz so gut an, einen Teamkameraden kurz vor Schluss noch vom Podest zu schubsen. Ich bin aber happy über meine Leistung. Felix ist jung, er wird noch seine Chancen noch bekommen.“

„Das war ein Lauf von Alex, wie wir ihn aus den vergangenen Wochen kennen. Er hat es laufen lassen, genossen und nicht überfahren das Gerät. In den ersten Fahrten wollte er es erzwingen. Das war heute der alte Alex“, lobte der sehr zufriedene Bundestrainer Christian Baude.

Am morgigen Samstag geht es ab 9 Uhr im SachsenEnergie-Eiskanal für die Skeletoni mit dem Mixed-Teamwettbewerb weiter. Jacqueline Lölling und Alexander Gassner treten dort gemeinsam als Titelverteidiger an.

Jacqueline Lölling gewinnt Silbermedaille bei WM in AltenbergPressemitteilung NWBSV vom 12.02.2021

Titelverteidigerin Tina Hermann gewinnt vor der Skeletonpilotin der RSG Hochsauerland / Hannah Neise wird Siebte bei ihrem WM-Debüt


Altenberg/Winterberg. (pst)

Es war ein packendes Finale der Skeleton-Frauen im Kampf um die Medaillen und den Weltmeistertitel in Altenberg. Mittendrin in der Entscheidung um den Sieg war Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland. Dank ihrer Konstanz gewann die Brachbacherin am Ende die Silbermedaille hinter Tina Hermann (WSV Königssee), die ihren Titel im Sachsen-Energie-Eiskanal verteidigte. Lölling erzielte in allen vier Läufen jeweils die zweitbeste Zeit. Am Ende fehlten knappe elf hundertstel Sekunden zum ganz großen Erfolg.

„Wenn man vom ersten auf den zweiten Tag auf dem Goldrang schläft und man auch nach dem dritten Lauf noch führt, will das niemand wieder abgeben. Es ist schon bitter, auch wenn es eine Silbermedaille ist. Ich habe das Rennen im vierten Lauf verfahren. Es waren zu viele kleine Fehler in dem Lauf“, meinte Lölling, die im vierten Lauf 28 Hundertstel langsamer war als die Weltmeisterin. Hermann krönte eine furiose Aufholjagd, nachdem sie im ersten Lauf nur die elftbeste Zeit erzielt hatte, in den Läufen zwei bis vier aber jeweils Bestzeit fuhr.

Die Russin Elena Nikitina sicherte sich mit hauchdünnem Vorsprung von zwei Hundertstel am Ende Bronze vor den zeitgleichen Sophia Griebel (BRC Thüringen) und ihrer Landsfrau Alina Tararychenkova. Hinter der sechstplatzierten US-Amerikanerin Katie Uhlaender folgte schon Hannah Neise. Die Junioren-Weltmeisterin des BSC Winterberg sagte nach ihrem WM-Debüt: „Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Vor allem in den jeweils ersten Läufen an beiden Tagen die dritte Laufzeit zu erzielen, das war schon stark. Gestern der zweite Lauf war ein bisschen ärgerlich, aber was nützt alles wenn und aber?“

Der zufriedene Bundestrainer Christian Baude lobte: „Alle vier Mädels sind unter den Top 7 der Welt. Das ist mannschaftlich eine ganz starke Leistung. Am zweiten Tag haben sie alle noch eine Schippe draufgelegt und sich gesteigert.“ Als BSD-Technik-Trainer vor Ort war Wolfram Schweizer, der Vorsitzende der RSG Hochsauerland. Er meinte: „Jacqueline Lölling ist auch nur ein Mensch. Klar herrscht erstmal Enttäuschung, aber morgen freuen wir uns über Silber. Hannah habe ich gratuliert. Es war ein starkes Jahr.“ Neise darf sich dank Platz sieben in Altenberg auch über das Aufrücken in den Olympiakader des BSD freuen.

Alex Gassner nach erstem WM-Tag in LauerstellungPressemitteilung NWBSV vom 11.02.2021

Winterberger Skeletonfahrer liegt zur Halbzeit nach zwei Läufen auf Rang fünf


Altenberg/Winterberg. (pst)

Während Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland das Frauenfeld bei der Skeleton-Weltmeisterschaft in Altenberg nach dem ersten Tag anführt und große Hoffnungen auf eine Medaille haben darf, muss Alexander Gassner im Kampf um eine Medaille am zweiten Tag zulegen. Er liegt zur Halbzeit auf Rang fünf mit sechs Zehntel Sekunden Rückstand auf einen Podiumsplatz. Der Vorjahresdritte vom BSC Winterberg verpasste es, nach Platz vier im ersten Durchgang nachzulegen und fiel noch einen Rang zurück.

Auf den ersten drei Plätzen geht es sehr eng zu. In Führung liegt der Russe Alexander Tretiakov hauchdünn vor den beiden anderen deutschen Startern Felix Keisinger (WSV Königssee) und Titelverteidiger Christopher Grotheer. Die Rückstände betragen vier beziehungsweise sechs Hundertstel Sekunden.

„Zufrieden bin ich nicht ganz. Ich habe im ersten Lauf im Mittelteil Kleinigkeiten drin gehabt, die viel Zeit und Geschwindigkeit gekostet haben. Im zweiten Lauf wollte ich es besser machen. Die Fehler in Ausfahrt Kurve vier und Ausfahrt Kreisel haben zu viel Zeit gekostet. 66 Hundertstel Rückstand auf ganz vorne ist schon sehr, sehr viel, aber morgen wird noch mal ausgelost“, sagt Gassner, der in Lauerstellung liegt und betont: „Ich gebe alles und versuche nochmal ranzukommen.“ Zwischen Gassner und einer Medaille befindet sich zudem noch der Russe Evgeniy Rukosuev, der sich im zweiten Durchgang von Rang sieben auf vier verbesserte.

Der dritte Lauf der Frauen startet am Freitag um 9 Uhr, bei den Männern geht es ab 13 Uhr in Altenberg weiter.

Hannah Neise triumphiert bei Junioren-WMPressemitteilung NWBSV vom 23.01.2021

Die Skeletonathletin des BSC Winterberg gewinnt Titel in St. Moritz


St. Moritz. (pst)

Eine Woche nach dem vierten Platz im Weltcup zeigte Hannah Neise erneut, dass ihr der Olympia Bob Run in St. Moritz liegt. Die Skeletonpilotin des BSC Winterberg triumphierte bei der Juniorenweltmeisterschaft in der Schweiz. Die 20-Jährige sicherte sich mit dem Titelgewinn auch das direkte Ticket zur Weltmeisterschaft in Altenberg.

Hannah Neise ging in St. Moritz als Bestplatzierte des Weltcups im Feld an den Start und galt damit als Topfavoritin. Die Schmallenbergerin nahm diese Rolle an und zeigte zwei starke Läufe. Nach dem ersten Durchgang bedeutete die Zeit von 1:11,09 Minute einen Vorsprung von 16 hundertstel Sekunden vor Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg. Mit weiteren acht Hundertstel dahinter lag die Russin Anastasiia Tsyganova als Dritte noch in Schlagweite. Im weiteren Feld der insgesamt 22 Athletinnen, die zum größten Teil noch in den Nachwuchswettbewerben unterwegs sind, gab es vor allem im hinteren Teil große zeitliche Abstände.

Mit der Führung im Rücken startete Hannah Neise im zweiten Lauf mit 5,51 Sekunden sechs Hundertstel schneller als im ersten Lauf. Wie ihr die Bahn in St. Moritz liegt, zeigte sie wieder im unteren Abschnitt. Mit fahrerischer Klasse baute die Sauerländerin den Vorsprung auf 0,36 Sekunden auf Kreher aus. Dritte wurde die Britin Ashleigh Pittaway, die von Platz fünf aufs Podium fuhr. Hannah Neise freute sich nach Platz drei bei der Junioren-WM im Vorjahr auf der Heimbahn in Winterberg über den Titelgewinn, auch wenn sie ihre Leistung selbstkritisch sah: „Ich bin nicht ganz zufrieden mit meinen zwei Läufen, weil die nicht so sauber waren, wie ich sie haben wollte. Die Konkurrenz war sehr stark heute, aber nach der Führung im ersten Lauf bin ich ruhiger geworden. Ich bin aber auf jeden Fall sehr zufrieden, dass ich den Titel und damit den Platz bei der WM sicher habe.“

Mit Platz sechs sorgte Stefanie Votz vom RC Berchtesgaden für ein sehr gutes deutsches Teamergebnis. „Es freut mich, dass wir bei den Juniorinnen in der Breite so gut aufgestellt sind. Anja Selbach leistet mit ihrem Team gute Arbeit“, fand Bundestrainer Christian Baude lobende Worte für seine Kollegin im Nachwuchsbereich. Auch für Hannah Neise gab es Lob: „Hannah hat ihre Aufgabe souverän erledigt. Gegen die starke Susanne Kreher war es kein Selbstläufer.“

Auch in der Heimat waren die Vertreter im Verein und im Landesverband begeistert. „Was für ein Wochenende!“, strahlte NWBSV-Präsident Winfried Stork angesichts der vierten Goldmedaille nach dem Junioren-WM-Titel im Frauenbob am Freitag für Laura Nolte und den Skeleton-Weltcupsiegen von Jacqueline Lölling und Alexander Gassner am Königssee.

Nun geht es für Hannah Neise nächste Woche zum Training auf die WM-Bahn nach Altenberg. Danach freut sie sich auf einige Tage in der Heimat. Dort wird mit ihrem Athletiktrainer Heiner Preute gearbeitet, bevor dann der Saisonhöhepunkt mit der Weltmeisterschaft im sächsischen Osterzgebirge ansteht.

Alexander Gassner krönt goldenen NWBSV-TagPressemitteilung NWBSV vom 22.01.2021

Nach Löllings Sieg bei den Frauen legt der Skeletonfahrer des BSC Winterberg mit seinem zweiten Weltcupsieg in Folge nach.


Königssee. (pst)

Der Skeletonfahrer des BSC Winterberg, Alexander Gassner, zeigt sich pünktlich kurz vor der Weltmeisterschaft in Altenberg in Topform. Eine Woche nach dem Sieg in St. Moritz gewann Gassner auch das nächste Weltcup-Rennen in der LOTTO Bayern Eisarena Königssee. Er krönte den erfolgreichen Tag des NWBSV, der zuvor bereits bei den Frauen mit dem Sieg von Laura Nolte im Zweierbob bei der Junioren-WM in St. Moritz und dem ersten Saisonsieg im Weltcup von Jacqueline Lölling einen goldenen Freitag erlebte.

„Wer hätte das gedacht nach der Mega-Woche von St. Moritz, dass ich das hier am Königssee nochmal wiederholen kann“, sagte ein freudestrahlender Gassner, der den koreanischen Olympiasieger Sungbin Yun und den Weltcupsieger von Winterberg, Alexander Tretiakov, auf die Plätze zwei und drei verwies. Gassner erzielte in jedem Lauf die jeweils zweitbeste Zeit. Dank seiner Ideallinie machte der Winterberger nicht optimale Startzeiten wieder wett. Das Ziel unter 4,70 Sekunden zu starten, verpasste er knapp. „Die Bahn war extrem schnell. Dafür musste man vom Kopf bereit sein. Das ist mir mega gelungen“, sagte Gassner, der jeweils im unteren Teil die schnellsten Zeiten aufs Eis legte mit fast 120 km/h. Dadurch machte Gassner die eine Hundertstel Rückstand aus dem ersten Durchgang auf den Koreaner wieder gut. In der Summe der Läufe hatte der Winterberger eine Zeit von 1:38,88 Minute und vier Hundertstel Vorsprung.

Die anderen deutschen Skeletoni Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg) in seinem ersten Weltcuprennen der Saison und Weltmeister Christopher Grotheer (BRC Thüringen) sorgten als Vierter und Sechster für ein starkes Teamergebnis. “Drei Männer in den Top sechs, das ist extrem stark. Alex ist momentan cool und abgebrüht. Er lässt einfach laufen und vertraut auf seine Stärken. Mich freut es für Alex, nachdem er in den vergangenen Jahren viele Rückschläge einstecken musste“, lobte Bundestrainer Christian Baude, der nun den Fokus auf die Vorbereitung für den Saisonhöhepunkt in Altenberg setzt. Dort geht es am 11. und 12. Februar um die WM-Medaillen. Mit Alex Gassner wird in seiner momentanen Form zu rechnen sein.

Erster Weltcupsieg für Alexander GassnerPressemitteilung NWBSV vom 15.01.2021

NWBSV-Skeletoni überzeugen allesamt in St. Moritz


St. Moritz / Winterberg. (pst)

Es war ein überzeugender Auftritt der drei Skeletoni des NWBSV beim BMW IBSF Weltcup in St. Moritz. Seine bisher starke Saison krönte der Winterberger Alexander Gassner. Auf der Schweizer Natureisbahn holte der Routinier seinen ersten Weltcupsieg. Am Ende lag Gassner nach zwei Läufen eine hundertstel Sekunde vor dem Letten Martins Dukurs, der nach dem ersten Durchgang noch zwei Zehntel Vorsprung hatte. Dritter wurde der koreanische Olympiasieger Yun Sung-bin, der in St. Moritz erstmals in dieser Saison im Weltcup am Start war. Die anderen beiden BSD-Starter Christopher Grotheer und Felix Keisinger landeten auf den Plätzen sechs und sieben.

„Ich bin einfach nur happy“, sagte der sichtlich ergriffene Gassner direkt nach dem Rennen. Der Athlet des BSC Winterberg erklärte: „Es war ein schweres Rennen bei den Schneebedingungen. Es war schon im ersten Lauf eng beieinander und superspannend. Im zweiten Lauf habe ich dann versucht, Höhe in der Horse-Shoe-Kurve zu bekommen, um möglichst viel Speed in den unteren Teil mitzunehmen. Das ist mir super gelungen. Das war nur ein Zentimeter bis zum Holz. Mein Dank gilt den Trainern, die auch bei minus 24 Grad im Training mehrere Stunden an der Bahn standen, um uns zu unterstützen.“ Mit dem Weltcupsieg bleibt Gassner auf Platz zwei in der Gesamtwertung und verkürzte den Abstand auf Martins Dukurs um 15 Punkte. „Martins ist ein Idol in unserer Sportart. Es geht mir nicht darum ihn einzuholen, ich hätte vor der Saison nicht gedacht, dass ich soweit oben stehe. Aber ich bin in diesem Winter motivierter denn je“, sagte Sieger Gassner.

Bestes Weltcupergebnis für Hannah Neise überhaupt

Auch bei den Frauen gab es mit dem Erfolg der Weltmeisterin Tina Hermann vom WSV Königssee in St. Moritz einen deutschen Sieg. 32 Hundertstel Vorsprung hatte sie am Ende vor der Weltcupführenden aus Österreich, Janine Flock. Direkt dahinter landeten die beiden NWBSV-Athletinnen Jaqueline Lölling (RSG Hochsauerland) und Hannah Neise (BSC Winterberg) als Dritte und Vierte. „Es gibt noch Reserven am Start und in der Bahn. Mit dem Resultat bin ich zufrieden, aber von der Leistung her könnte es noch einen Schritt nach oben gehen“, meinte Lölling selbstkritisch. Ihr Rückstand auf Hermann betrug 86 Hundertstel. Über eine Sekunde zurück zur Spitze und fast drei Zehntel hinter Lölling lag Hannah Neise. Nach dem ersten Lauf war sie noch Achte. Mit der zweitbesten Laufzeit im zweiten Durchgang fuhr die Schmallenbergerin aber noch zu ihrer besten Weltcupplatzierung überhaupt. Neise meinte: „Nach dem ersten Lauf hätte ich damit nicht gerechnet und war ziemlich unzufrieden. Ich habe mir aber gedacht, jetzt greifst du im zweiten Lauf voll an. Dass es aber so gut läuft, hätte ich nicht erwartet.“

Das erfolgreiche Abschneiden möchten Gassner und Lölling nächsten Freitag beim Heim-Weltcup am Königssee bestätigen. Hannah Neise hingegen bleibt noch eine Woche in St. Moritz und möchte dort bei der Junioren-Weltmeisterschaft einen vierten Startplatz für die große WM in Altenberg für das deutsche Skeleton-Team sichern. Das gelingt ihr allerdings nur mit einem Titelgewinn. Unmöglich ist das nicht, sie gehört nach dem Weltcupergebnis zu den Favoritinnen bei der JWM.

Erster Weltcup-Podestplatz für Jacqueline Lölling in IglsPressemitteilung NWBSV vom 18.12.2020

Alexander Gassner als Weltcup-Zweiter in die Weihnachtspause
Hannah Neise dank starkem Finale im zweiten Durchgang unter den TOP 10



Igls. (pst)

Die amtierende Weltcup-Gesamtsiegerin der letzten Saison Jacqueline Lölling geht mit Rückenwind in die Weihnachtspause. Beim zweiten BMW IBSF Weltcup-Wochenende hintereinander in Innsbruck-Igls und dem insgesamt vierten Rennen holte die Skeletonfahrerin der RSG Hochsauerland ihre erste Podestplatzierung des Winters. Lölling wurde Dritte hinter der Österreicherin Janine Flock und der Niederländerin Kimberley Bos. Für Flock war es der dritte Sieg im vierten Rennen.

Lölling war nach dem ersten Durchgang noch Fünfte. Mit einer starken fahrerischen Leistung verbesserte sich die Brachbacherin noch um zwei Plätze. Sie meinte: "Es lief besser als letzte Woche und überhaupt die letzten drei Rennen. Heute bin ich endlich zweimal konstant gut gefahren." Auch Hannah Neise vom BSC Winterberg verbesserte sich im zweiten Lauf von Rang zwölf auf zehn. Sie meinte: "Der erste Durchgang hätte besser sein können. Ich bin aber froh, dass ich im zweiten noch einen schönen Lauf vor Weihnachten runterhauen konnte. Damit kann ich schon zufrieden sein.“ Vor allem im finalen Abschnitt der Bahn überzeugte die Juniorin. Mit der schnellsten Endgeschwindigkeit von 121,6 km/h machte Neise noch mehrere Zehntel gut. “Das ist Zeichen dafür, dass sie den Touch hat und weiß, wie sie die Kiste laufen lassen muss”, sagte Landestrainer Peter Meyer. Besonders erfreut war Meyer über den Erfolg von Lölling, die nach dem zweiten Durchgang sichtlich erleichtert via TV Grüße in die Heimat schickte.

Bei den Herren war wieder der Lette Martins Dukurs das Maß aller Dinge. Hinter dem Seriensieger landete der Brite Matt Weston. Es folgten die Deutschen Christopher Grotheer (BRC Thüringen) und Felix Keisinger (WSV Königssee) auf den Plätzen drei und vier.

Der Winterberger Alexander Gassner wurde Siebter und blieb damit erstmals hinter seinen Teamkollegen. Er bleibt aber Zweiter im Weltcupklassement und meint: "Als Team haben wir nochmal eine gute Leistung gezeigt. Ich persönlich konnte heute nicht mein Bestes abrufen. Vor allem im zweiten Lauf unterliefen mir viele Fehler.“ So wurde es leider nur der siebte Platz. Jetzt freue ich mich auf Zuhause und Weihnachten." Beim nächsten Weltcup auf der Heimbahn in Winterberg wolle er dann wieder voll angreifen. Auf die bisherige Saisonleistung sei Gassner, der im Gesamt-Weltcup immerhin Zweiter ist, schon stolz, die Formkurve gehe nach oben, vor allem bei den Startzeiten. Im Hinblick auf den Heim-Weltcup am 8. Januar 2021 ist Trainer Meyer hoffnungsvoll. Er sagt: “Ich freue mich richtig für die Drei. Sie werden in Winterberg vorne landen. Das sagt mir mein Bauchgefühl.”

Plätze fünf, sechs und acht für NWBSV-Skeletonis beim Weltcup in IglsPressemitteilung NWBSV vom 11.12.2020

Alexander Gassner bei den Herren als bester Deutscher auf Platz 5  /  Erster Lauf bei den Damen fliegt wegen Schneeverwehungen aus der Wertung.


Igls. (pst)

Im verschneiten Innsbruck-Igls machten die Skeletonis den Auftakt der zwei BMW IBSF Weltcup-Wochenenden auf der österreichischen Bahn vor Weihnachten. Als erste gingen die Herren an den Start. Hier zeigte der Lette Martins Dukurs mit dem dritten Sieg im dritten Weltcup seine Ausnahmeform. Ihm folgten die Russen Alexander Tretiakov und Nikita Tregubov auf den Plätzen zwei und drei.

Am besten von den deutschen Herren meisterte Alexander Gassner (BSC Winterberg) die Bahn und die winterlichen Verhältnisse in Igls. Bei Spitzengeschwindigkeiten mit über 120 km/h fuhr Gassner (+ 0,31) am Ende auf Platz fünf. „Nach nur zwei Trainingsläufen insgesamt am Mittwoch kann man mit Platz fünf ganz zufrieden sein. Leider habe ich im zweiten Lauf aus der Elf raus ein paar Kleinigkeiten drin gehabt. Dass ich mich am Start im zweiten Lauf um sechs Hundertstel gegenüber Lauf eins steigern konnte, macht mich super-happy. Das stimmt mich positiv, um nächste Woche an gleicher Stelle nochmal anzugreifen“, sagte Gassner, der im Ranking des Gesamt-Weltcups Zweiter hinter Martins Dukurs ist. Die BSD-Teamkollegen Christopher Grotheer (BRC Thüringen) und Felix Keisinger (WSV Königssee) landeten auf den Plätzen sechs und elf. „Alex hat das Beste draus gemacht. Im zweiten Lauf war Kurve neun nicht der Brüller. Ein Rang unter den Top sechs ist ein gutes Ergebnis“, sagte NWBSV-Skeleton-Landestrainer Peter Meyer.

Bei den Damen erfuhr Tina Hermann (WSV Königssee) als Dritte einen Podiumsplatz und war damit beste Deutsche hinter der Siegerin Elena Nikitina (Russland) und Kimberley Bos (Niederlande). Dabei war es eine Wind- beziehungsweise Winterlotterie. Der erste Lauf fiel komplett aus der Wertung. Starke Schneeverwehungen in der Bahn sorgten für irreguläre Verhältnisse und das Kehr-Protokoll nach jeder dritten Läuferin konnte nicht eingehalten werden. „Das war kein Wetter. Das war Sauwetter. Wir wollen hoffen, dass nächste Woche Kaiserwetter herrscht. Bei Schnee ist es Glückssache“, meinte Meyer. Die Weltcup-Siegerin des Vorjahres Jaqueline Lölling (RSG Hochsauerland) wurde Sechste mit 0,63 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Die Brachbacherin zog folgendes Fazit: „Es war die richtige Entscheidung, den ersten Lauf zu canceln. Aber freilich ist es schwierig, weil man mit nur einem Lauf Fehler nicht mehr korrigieren kann. Jetzt hoffe ich, dass wir nächste Woche unsere vier bis sechs Trainingsläufe bekommen, damit wir dann nochmal ganz anders angreifen können.“

Lob vom Landestrainer gab es für die 20-jährige Hannah Neise. Meyer sagte: „Platz acht, das passt schon.“ Die junge Fahrerin des BSC Winterberg war zeitgleich mit der Tschechin Anna Fernstädt. „Mein Fehler von Kurve drei auf vier hätte ich mir natürlich sparen können. Das ist ärgerlich, ansonsten war's aber schon gut. Es ist ein Top-Ten-Ergebnis, damit muss ich zufrieden sein – das ist schon cool“, meinte Neise selbst.

Nachbericht Europacup Skeleton in WinterbergPressemitteilung NWBSV vom 03.12.2020

20. Saison EC-Skeleton mit gelungenem Auftakt
Großes Lob für Winterberg als
„Vorzeige-Beispiel“ für Wettkämpfe unter schwierigen Bedingungen



Winterberg. (ske)

Es war ein „vorbildlicher Auftakt“ einer Jubiläums-Saison unter schwierigen Bedingungen. Mit einer Doppelveranstaltung in der VELTINS-EisArena startete der IBSF Europacup Skeleton (EC) am vergangenen Wochenende in die 20. Saison und Winterberg bewies, dass die Verantwortlichen gemeinsam in der Lage sind, internationale Veranstaltungen auch unter pandemiebedingten Auflagen zu stemmen. Die Verantwortlichen des Internationalen Bob- und Skeleton-Verbandes (IBSF), wie EC-Koordinator Roland Gruber (Österreich) und Jury-Präsidentin Susanne Wiprächtiger (Schweiz), zeigten sich mehr als zufrieden mit Organisation, Verlauf und den sportlichen Leistungen des Europacups und hatten die Zusammenarbeit zwischen dem Sportzentrum Winterberg (SZW) als dem Betreiber der Bahn, dem für den sportlichen Verlauf zuständigen BSC Winterberg und der IBSF bereits in der Trainingswoche als „vorbildlich und als sehr gutes Beispiel auch für die kommenden Veranstaltungen“ gelobt. Auch die Wettkämpfe liefen ohne Probleme. Alle Nationen hatten sich im Training und während der Wettkämpfe vorbildlich an die besonderen Vorgaben gehalten.

Auch Michael Wenzl, der Organisationsleiter des BSC Winterberg, zog ein positives Fazit. „Es ist super gelaufen, die Zusammenarbeit klappte hervorragend, das Sicherheits- und Hygienekonzept war bestens ausgearbeitet, wurde komplett und ohne Probleme umgesetzt.“ Der BSC war mit rund 30 Personen im Einsatz.

Auch sportlich konnte sich die Veranstaltung zum Auftakt der Jubiläumssaison mehr als sehen lassen. Die Bahn war bestens präpariert und pfeilschnell. „Ich muss unserem Bahn-Team ein großes Kompliment machen“, sagte Bahn-Betriebsleiter Stefan Knipschild. „Die Jungs haben hervorragend gearbeitet.“ Sportlich setzten die jungen deutschen Skeletons einmal mehr und wie erwartet die Akzente. Bei den Frauen gewann Sarah Wimmer (WSV Königssee) in überragender Weise mit glänzenden Zeiten beide Rennen. Sie siegte im ersten Rennen vor Stefanie Votz (RC Berchtesgaden) und Corinna Leipold (BRC Thüringen), im zweiten tauschten Votz und Leipold die Plätze hinter Wimmer. Hanna Staub (RRV Sonneberg) belegte jeweils Rang vier.

Bei den Herren gewann der Hallenberger Felix Seibel das erste Rennen vor Kilian von Schleinitz (WSV Königssee) und Cedric Renner (RC Berchtesgaden). Im zweiten Rennen kam Seibel nach einem Patzer beim Start im ersten Lauf auf Rang vier. Es gewann Kilian von Schleinitz vor Cedric Renner und dem Briten Ben Fulker. Auffällig waren besonders bei den Herren die teilweise überragenden Startzeiten. Hier setzte der Brite Jacob Salisbury den Glanzpunkt mit einer Startzeit von 4,83 Sekunden. In Winterberg wird einer Skeleton-Startzeit um die fünf Sekunden internationales Format attestiert.

Die Veranstaltung in der VELTINS-EisArena fand ohne Zuschauer statt. Sie war aber im Livestream auf BSD-TV.de, Sportdeutschland.TV und auf Youtube zu sehen, der vom Sauelrand Tourismus präsentiert wurde. Kommentiert wurde sie von Willi Willmann.

Die weiteren Stationen in der 20. Saison des EC-Skeleton sind Sigulda, Altenberg, Igls, St. Moritz und Königssee.

Die Ergebnisse finden Sie unter   www.veltins-eisarena.de

Alexander Gassner als bester Deutscher auf Platz 5 beim Skeleton-Weltcup in SiguldaPressemitteilung NWBSV vom 27.11.2020

Jacqueline Lölling verbessert sich um einen Platz zur Vorwoche /
Hannah Neise landet bei ihrem zweiten Weltcup auf Rang 14



Sigulda. (pst)

Zweiter BMW IBSF Weltcup im Skeleton, zweites Mal im lettischen Sigulda: Für die drei Starter des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes (NWBSV) ging es darum, die Leistung der Vorwoche entweder zu bestätigen oder noch eine Schippe draufzulegen.

Vor allem Alexander Gassner (BSC Winterberg) überzeugte vor einer Woche mit seinem starken zweiten Durchgang, der ihm zusammen mit Teamkollege Felix Keisinger (WSV Königssee) Platz 2 hinter der Skeleton-Legende Martins Dukurs bescherte. Der Lette dominierte auch den zweiten Weltcup des Winters auf seiner Heimbahn. Mit Bahnrekord in beiden Läufen verwies er seinen Bruder Tomass Dukurs und den Briten Marcus Wyatt auf die Plätze zwei und drei. Gassner war als Fünfter hinter dem Russen Nikita Tregubov bester Deutscher direkt vor Keisinger und dem dritten BSD-Starter Christopher Grotheer. Ein Schlag zwischen Kurve drei und vier im ersten Lauf kostete Gassner eine bessere Platzierung. Der zweite Lauf war ein wilder Ritt des Winterbergers, der deshalb direkt nach der Zielankunft gefragt wurde: „Ist noch alles dran?“

Auch bei den Damen feierte die Österreicherin Janine Flock ihren zweiten Erfolg im zweiten Weltcup des jungen Winters, ebenfalls erneut mit Bahnrekord. Die erfahrene Tirolerin kam erneut mit den Widrigkeiten der Bahn in Sigulda am besten zu Recht. Hinter der zweitplatzierten Russin Elena Nikitina sorgte Tina Hermann (WSV Königssee) als Dritte für das beste Ergebnis aus deutscher Sicht – zeitgleich mit der Niederländerin Kimberley Bos.

Die beiden NWBSV-Starterinnen fuhren der absoluten Spitze schon im ersten Lauf etwas hinterher. Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) hatte bei ihrem 40. Weltcup-Start als Sechste 58 Hundertstel Rückstand. Hannah Neise (BSC Winterberg) war bei ihrem zweiten Auftritt auf der Weltcupbühne als Neunte 73 Hundertstel im ersten Lauf hinter Flock.

Jacqueline Lölling büßte im zweiten Lauf noch einen Rang ein und wurde Siebte (+ 1,30). In der Endabrechnung war das zwar ein Platz besser als vor einer Woche, doch zufrieden war die Weltcupgesamtsiegerin des Vorwinters nicht. Sie meinte: „Es war teils besser als vergangene Woche, aber teils ähnlich schlecht. Die Passage elf, zwölf, dreizehn bekomme ich einfach nicht sauber hin. Das ärgert mich sehr, weil es mir zeigt, dass viel mehr drin gewesen wäre."

Weltcupneuling Hannah Neise muss sich an die anspruchsvolle Bahn in Sigulda noch gewöhnen. Am Ende wurde sie 14. mit über zwei Sekunden Rückstand. Große Probleme hatte sie in jedem Lauf mit der Kurve zehn. „Da lieferte ich einmal mehr eine ärgerliche Flugshow ab", sagte Neise, die sich genau wie Lölling in Innsbruck-Igls in gut zwei Wochen beim nächsten Weltcup besser präsentieren möchte.

Alexander Gassner rast mit Aufholjagd aufs Podium beim Skeleton-Weltcup-Auftakt in SiguldaPressemitteilung NWBSV vom 20.11.2020

Hannah Neise mit Vollspeed bei ihrer Weltcup-Premiere / Gassner arbeitet sich im zweiten Lauf auf Rang 2 nach vorne


Sigulda. (pst)

Der Weltcup-Auftakt der Skeletonis zeigte einmal mehr, dass die Bahn im lettischen Sigulda immer wieder für Überraschungen gut ist. Vor allem im Frauenwettbewerb gab es ein Resultat, mit dem so nicht zu rechnen war. Hinter der Siegerin Janine Flock aus Österreich reihten sich die Niederländerin Kimberley Bos und die lettische Lokalmatadorin Endija Terauda ein. Die deutschen Damen verfehlten die Podestplätze deutlich. Im Herrenwettbewerb sorgte Alexander Gassner      (BSC Winterberg) mit einer grandiosen Aufholjagd von Rang acht auf Rang zwei für das Highlight aus Sicht des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes (NWBSV). Die Starter aus Übersee fehlten coronabedingt in Lettland.

Nach dem ersten Lauf war die Schmallenbergerin Hannah Neise (BSC Winterberg) als Fünfte die beste deutsche Teilnehmerin. Der Weltcup-Rookie zeigte sich unbekümmert und wies in beiden Läufen die höchste Geschwindigkeit auf. Allerdings bedeutete der Vollspeed auch hohes Risiko und so kostete ein heftiger Wackler im unteren Bahnabschnitt des zweiten Durchgangs eine bessere Platzierung als den 13. Platz, der am Ende für Hannah Neise bei ihrem Weltcup-Debüt raussprang. Dank exzellenter Körperbeherrschung hielt sie sich überhaupt in der Bahn. „Es war auf jeden Fall eine gute Erfahrung und ich hoffe, dass ich nächste Woche zwei so gute Läufe wie den heutigen ersten Lauf hinbekomme“, meinte Neise nach ihrem ersten Weltcup.

Beste Deutsche war Weltmeisterin Tina Hermann (WSV Königssee) auf Platz 7 mit deutlichem Rückstand von 1,69 Sekunden auf die siegreiche Flock. Direkt dahinter mit 1,80 Sekunden Rückstand landete Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) auf Platz acht. „Das Rennen war sehr durchwachsen. An ein paar Stellen gab es schon mehr Lichtblicke als in den vergangenen Jahren, aber alles in allem waren es heute einfach zu viele Fehler“, analysierte Lölling, die Gesamt-Weltcupsiegerin des Vorwinters, das erste Weltcuprennen der neuen Saison kritisch. Auch Bundestrainer Christian Baude war nicht zufrieden und sagte: „Ich bin schon ein bisschen traurig, dass wir heute bei den Damen keinen Podestplatz erreichen konnten, da die anderen Nationen ebenfalls sehr viele Fehler gemacht haben.“

Bei den Herren zeigten die lettischen Skeletonis eine gute Frühform auf ihrer Heimbahn. Martins Dukurs und sein Bruder Tomass führten nach dem ersten Lauf. Wobei der Vorsprung der lettischen Legende Martins Dukurs (50,21 Sekunden) auf seinen Bruder (50,45) mit 24 Hundertstel größer war als dessen Vorsprung auf den Achten des ersten Laufs, Alexander Gassner. Das Feld lag also eng zusammen. Der Winterberger nutzte die knappen Abstände, um im zweiten Durchgang mit einer starken Leistung eine furiose Aufholjagd zu starten. Mit der zweitbesten Laufzeit landete er am Ende auf Rang zwei, zeitgleich mit Felix Keisinger (WSV Königssee). Gegen Martins Dukurs aber war kein Kraut gewachsen. Bei seinem 55. Weltcupsieg lag der Lette 79 Hundertstel vor den beiden zeitgleichen Deutschen. Der dritte deutsche Starter, der amtierende Weltmeister Christopher Grotheer (BRC Thüringen) wurde Elfter.

„Alexander ist sauber gefahren, wie er es kann. Er gehört technisch zu den Besten. Die Eindrücke, die er bei der Selektion gezeigt hat, hat er festigen können“, lobte NWBSV-Bundesstützpunkttrainer Peter Meyer. „Im ersten Lauf hatte ich gleich im oberen Abschnitt einen Fehler, der mich einige Zeit gekostet hat. Den konnte ich dann im zweiten Lauf ausmerzen und hatte einen richtig geilen Lauf mit Top Speed unten raus. Ich bin mega happy“, sagte Gassner nach dem Rennen.

Meyers Fazit, der mit Lölling, Neise und Gassner drei Skeletonis in Sigulda am Start hatte, lautet: „Insgesamt war es in Ordnung für den ersten Weltcup der Saison. Bei den Damen ist es ein realistisches Ergebnis. Auf den anderen Bahnen sind sie entspannter. Nun heißt es schauen, was kommt.“ Der nächste Weltcup ist dann nächste Woche wieder in Sigulda.

Hanna Neise und Alex Gassner auf Weltcup-KursPressemitteilung NWBSV vom 29.10.2020

Jacqueline Lölling ringt noch um ihre Form


Sigulda. (ske)

Nach der dritten Skeleton-Selektion befinden sich Hannah Neise und Alexander Gassner (beide BSC Winterberg) auf Weltcup-Kurs.
Beim Rennen in Sigulda (Lettland) am Donnerstag belegte Neise den dritten Platz, Gassner fuhr auf Rang zwei. Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) ringt noch um ihre Form und landete auf Rang vier. Felix Seibel (BRC Hallenberg) wurde Fünfter.

Neise belegte mit einem Rückstand von 0,23 Sekunden hinter der siegreichen und bereits für den Weltcup qualifizierten Tina Hermann (WSV Königssee) und Sophia Griebel (RT Suhl) Rang drei und fuhr im zweiten Lauf Bestzeit. „Hannas Rennen war in Ordnung, im zweiten Lauf hat sie mit Bestzeit einen richtig rausgehauen“, sagte Bundestrainer Christian Baude. Die ersten beiden Selektions-Rennen in Altenberg hatte die 20-jährige Schmallenbergerin gewonnen. Mit dem Rennen in Sigulda hat sie ihre Ambitionen für einen Weltcup-Start weiter untermauert. Lölling hatte als Viertplatzierte einen deutlichen Rückstand von 1,12 Sekunden auf Hermann. „Jacka bereitet mir ein wenig Sorgen. Sie kommt einfach nicht richtig in Fahrt“, so Baude. „Im Training zeigt sie gute Fahrten, im Wettkampf kriegt sie es aber nicht richtig geregelt, was normalerweise ihre große Stärke ist.“ Bei den beiden Rennen in Altenberg war Lölling jeweils Zweite geworden.

Gassner hatte als Zweiter einen Rückstand von 0,30 Sekunden auf Felix Keisinger (WSV Königsee). Dritter wurde der bereits für die Weltcup-Saison qualifizierte Weltmeister Christopher Grotheer (BRC Thüringen) vor Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg). „Die Dichte im ersten Lauf zwischen Felix, Christopher und Alex hat mir sehr gut gefallen. Alle waren da auf dem gleichen Niveau. Alex hat zwei solide Fahrten mit nur kleineren Fehlern absolviert. Es war ein gutes Rennen von ihm. Alex landete daher zu Recht auf dem zweiten Platz“, betonte der Bundestrainer. Gassner hatte in den beiden ersten Rennen in Altenberg den zweiten und dritten Platz erreicht und hat ebenfalls gute Chancen auf ein Weltcup-Ticket. Felix Seibel landete nach seinen beiden fünften Plätzen in Altenberg erneut auf Rang fünf und kann auf einen Einsatz bei den Intercontinental-Rennen hoffen. Der ICC startet Anfang Dezember mit einer Doppelveranstaltung am Königssee.

Die entscheidende vierte Selektion um die Weltcup-Plätze findet am 7. November in der VELTINS-EisArena in Winterberg statt. Es ist gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft. Die Weltcup-Saison beginnt mit einer Doppelveranstaltung am 20.- 22. bzw. 27. – 29. November in Sigulda. In Winterberg findet der Weltcup vom 8.- 10. Januar 2021 statt.

Hanna Neise sorgt für Sensation bei WC-Selektionsrennen in AltenbergPressemitteilung NWBSV vom 23.10.2020

Auch Jacqueline Lölling auf Weltcup-Kurs  /       Alex Gassner muss kämpfen

 

Altenberg. (ske)

Peter Meyer hatte allen Grund zur Freude: „Es waren sportlich zwei schöne Tage in Altenberg“, sagte der Skeleton-Landestrainer nach den beiden Doppelrennen der ersten Selektion für das deutsche Weltcup-Team. Für eine geradezu sensationelle Leistung sorgte Hannah Neise vom BSC Winterberg: Die 20-Jährige Schmallenbergerin gewann am Donnerstag und Freitag beide Rennen vor Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland). Neise siegte mit 0,03 und 0,19 Sekunden Vorsprung. Dritte wurden Sophia Griebel (RT Suhl) bzw. Susanne Kreher (BSC Sachsen-Oberbärenburg). „Hanna und Jacka haben sich damit eine glänzende Ausgangsposition für die beiden weiteren Selektionen in Sigulda und Winterberg geschaffen. Das ist eine sehr erfreuliche Bilanz zum Auftakt der Saison.“ Hannah Neise überzeugte in Altenberg durch eine glänzende fahrerische Leistung. Beim Start muss sie noch zulegen, das gilt auch für Jacqueline Lölling. „Vielleicht schnuppere ich in dieser Saison an einem Weltcup-Platz“, hatte Neise in der Vorbereitung gesagt. „Das ist mein Ziel.“

Bei den Herren fuhr Alex Gassner (BSC Winterberg) auf den zweiten und dritten Platz. Felix Seibel (BRC Hallenberg) landete jeweils auf dem fünften Platz. Beide Rennen gewann „Startrakete“ Felix Keisinger (WSV Königssee). „Alex muss in den beiden nächsten Stationen mit aller Macht um seinen Weltcup-Startplatz kämpfen“, so Meyer. „Die Konkurrenz mit Keisinger und Axel Jungk ist groß. Alex hat aber große Kämpferqualitäten.“ Hintergrund ist, dass mit Weltmeister Christopher Grotheer (BRC Thüringen) bereits ein Startplatz feststeht und nur noch zwei weitere zu vergeben sind. Bei den Damen ist Weltmeisterin Tina Hermann (WSV Königssee) ebenso gesetzt.
Die nächste Selektion findet Mitte kommender Woche in Sigulda statt. „Hannah freut sich richtig auf den Start in Lettland“, betonte Meyer. Das entscheidende Rennen um die WC-Startplätze steigt am 7. November in der VELTINS-EisArena. Die Selektion in Winterberg wird gleichzeitig als Deutsche Meisterschaft gewertet. Die Weltcup-Saison beginnt Ende November mit einer Doppelveranstaltung in Sigulda.

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