Skeleton-News

Alexander Gassner rast mit Aufholjagd aufs Podium beim Skeleton-Weltcup-Auftakt in SiguldaPressemitteilung NWBSV vom 20.11.2020

Hannah Neise mit Vollspeed bei ihrer Weltcup-Premiere / Gassner arbeitet sich im zweiten Lauf auf Rang 2 nach vorne


Sigulda. (pst)

Der Weltcup-Auftakt der Skeletonis zeigte einmal mehr, dass die Bahn im lettischen Sigulda immer wieder für Überraschungen gut ist. Vor allem im Frauenwettbewerb gab es ein Resultat, mit dem so nicht zu rechnen war. Hinter der Siegerin Janine Flock aus Österreich reihten sich die Niederländerin Kimberley Bos und die lettische Lokalmatadorin Endija Terauda ein. Die deutschen Damen verfehlten die Podestplätze deutlich. Im Herrenwettbewerb sorgte Alexander Gassner      (BSC Winterberg) mit einer grandiosen Aufholjagd von Rang acht auf Rang zwei für das Highlight aus Sicht des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes (NWBSV). Die Starter aus Übersee fehlten coronabedingt in Lettland.

Nach dem ersten Lauf war die Schmallenbergerin Hannah Neise (BSC Winterberg) als Fünfte die beste deutsche Teilnehmerin. Der Weltcup-Rookie zeigte sich unbekümmert und wies in beiden Läufen die höchste Geschwindigkeit auf. Allerdings bedeutete der Vollspeed auch hohes Risiko und so kostete ein heftiger Wackler im unteren Bahnabschnitt des zweiten Durchgangs eine bessere Platzierung als den 13. Platz, der am Ende für Hannah Neise bei ihrem Weltcup-Debüt raussprang. Dank exzellenter Körperbeherrschung hielt sie sich überhaupt in der Bahn. „Es war auf jeden Fall eine gute Erfahrung und ich hoffe, dass ich nächste Woche zwei so gute Läufe wie den heutigen ersten Lauf hinbekomme“, meinte Neise nach ihrem ersten Weltcup.

Beste Deutsche war Weltmeisterin Tina Hermann (WSV Königssee) auf Platz 7 mit deutlichem Rückstand von 1,69 Sekunden auf die siegreiche Flock. Direkt dahinter mit 1,80 Sekunden Rückstand landete Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) auf Platz acht. „Das Rennen war sehr durchwachsen. An ein paar Stellen gab es schon mehr Lichtblicke als in den vergangenen Jahren, aber alles in allem waren es heute einfach zu viele Fehler“, analysierte Lölling, die Gesamt-Weltcupsiegerin des Vorwinters, das erste Weltcuprennen der neuen Saison kritisch. Auch Bundestrainer Christian Baude war nicht zufrieden und sagte: „Ich bin schon ein bisschen traurig, dass wir heute bei den Damen keinen Podestplatz erreichen konnten, da die anderen Nationen ebenfalls sehr viele Fehler gemacht haben.“

Bei den Herren zeigten die lettischen Skeletonis eine gute Frühform auf ihrer Heimbahn. Martins Dukurs und sein Bruder Tomass führten nach dem ersten Lauf. Wobei der Vorsprung der lettischen Legende Martins Dukurs (50,21 Sekunden) auf seinen Bruder (50,45) mit 24 Hundertstel größer war als dessen Vorsprung auf den Achten des ersten Laufs, Alexander Gassner. Das Feld lag also eng zusammen. Der Winterberger nutzte die knappen Abstände, um im zweiten Durchgang mit einer starken Leistung eine furiose Aufholjagd zu starten. Mit der zweitbesten Laufzeit landete er am Ende auf Rang zwei, zeitgleich mit Felix Keisinger (WSV Königssee). Gegen Martins Dukurs aber war kein Kraut gewachsen. Bei seinem 55. Weltcupsieg lag der Lette 79 Hundertstel vor den beiden zeitgleichen Deutschen. Der dritte deutsche Starter, der amtierende Weltmeister Christopher Grotheer (BRC Thüringen) wurde Elfter.

„Alexander ist sauber gefahren, wie er es kann. Er gehört technisch zu den Besten. Die Eindrücke, die er bei der Selektion gezeigt hat, hat er festigen können“, lobte NWBSV-Bundesstützpunkttrainer Peter Meyer. „Im ersten Lauf hatte ich gleich im oberen Abschnitt einen Fehler, der mich einige Zeit gekostet hat. Den konnte ich dann im zweiten Lauf ausmerzen und hatte einen richtig geilen Lauf mit Top Speed unten raus. Ich bin mega happy“, sagte Gassner nach dem Rennen.

Meyers Fazit, der mit Lölling, Neise und Gassner drei Skeletonis in Sigulda am Start hatte, lautet: „Insgesamt war es in Ordnung für den ersten Weltcup der Saison. Bei den Damen ist es ein realistisches Ergebnis. Auf den anderen Bahnen sind sie entspannter. Nun heißt es schauen, was kommt.“ Der nächste Weltcup ist dann nächste Woche wieder in Sigulda.

Hanna Neise und Alex Gassner auf Weltcup-KursPressemitteilung NWBSV vom 29.10.2020

Jacqueline Lölling ringt noch um ihre Form


Sigulda. (ske)

Nach der dritten Skeleton-Selektion befinden sich Hannah Neise und Alexander Gassner (beide BSC Winterberg) auf Weltcup-Kurs.
Beim Rennen in Sigulda (Lettland) am Donnerstag belegte Neise den dritten Platz, Gassner fuhr auf Rang zwei. Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) ringt noch um ihre Form und landete auf Rang vier. Felix Seibel (BRC Hallenberg) wurde Fünfter.

Neise belegte mit einem Rückstand von 0,23 Sekunden hinter der siegreichen und bereits für den Weltcup qualifizierten Tina Hermann (WSV Königssee) und Sophia Griebel (RT Suhl) Rang drei und fuhr im zweiten Lauf Bestzeit. „Hannas Rennen war in Ordnung, im zweiten Lauf hat sie mit Bestzeit einen richtig rausgehauen“, sagte Bundestrainer Christian Baude. Die ersten beiden Selektions-Rennen in Altenberg hatte die 20-jährige Schmallenbergerin gewonnen. Mit dem Rennen in Sigulda hat sie ihre Ambitionen für einen Weltcup-Start weiter untermauert. Lölling hatte als Viertplatzierte einen deutlichen Rückstand von 1,12 Sekunden auf Hermann. „Jacka bereitet mir ein wenig Sorgen. Sie kommt einfach nicht richtig in Fahrt“, so Baude. „Im Training zeigt sie gute Fahrten, im Wettkampf kriegt sie es aber nicht richtig geregelt, was normalerweise ihre große Stärke ist.“ Bei den beiden Rennen in Altenberg war Lölling jeweils Zweite geworden.

Gassner hatte als Zweiter einen Rückstand von 0,30 Sekunden auf Felix Keisinger (WSV Königsee). Dritter wurde der bereits für die Weltcup-Saison qualifizierte Weltmeister Christopher Grotheer (BRC Thüringen) vor Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg). „Die Dichte im ersten Lauf zwischen Felix, Christopher und Alex hat mir sehr gut gefallen. Alle waren da auf dem gleichen Niveau. Alex hat zwei solide Fahrten mit nur kleineren Fehlern absolviert. Es war ein gutes Rennen von ihm. Alex landete daher zu Recht auf dem zweiten Platz“, betonte der Bundestrainer. Gassner hatte in den beiden ersten Rennen in Altenberg den zweiten und dritten Platz erreicht und hat ebenfalls gute Chancen auf ein Weltcup-Ticket. Felix Seibel landete nach seinen beiden fünften Plätzen in Altenberg erneut auf Rang fünf und kann auf einen Einsatz bei den Intercontinental-Rennen hoffen. Der ICC startet Anfang Dezember mit einer Doppelveranstaltung am Königssee.

Die entscheidende vierte Selektion um die Weltcup-Plätze findet am 7. November in der VELTINS-EisArena in Winterberg statt. Es ist gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft. Die Weltcup-Saison beginnt mit einer Doppelveranstaltung am 20.- 22. bzw. 27. – 29. November in Sigulda. In Winterberg findet der Weltcup vom 8.- 10. Januar 2021 statt.

Hanna Neise sorgt für Sensation bei WC-Selektionsrennen in AltenbergPressemitteilung NWBSV vom 23.10.2020

Auch Jacqueline Lölling auf Weltcup-Kurs  /       Alex Gassner muss kämpfen

 

Altenberg. (ske)

Peter Meyer hatte allen Grund zur Freude: „Es waren sportlich zwei schöne Tage in Altenberg“, sagte der Skeleton-Landestrainer nach den beiden Doppelrennen der ersten Selektion für das deutsche Weltcup-Team. Für eine geradezu sensationelle Leistung sorgte Hannah Neise vom BSC Winterberg: Die 20-Jährige Schmallenbergerin gewann am Donnerstag und Freitag beide Rennen vor Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland). Neise siegte mit 0,03 und 0,19 Sekunden Vorsprung. Dritte wurden Sophia Griebel (RT Suhl) bzw. Susanne Kreher (BSC Sachsen-Oberbärenburg). „Hanna und Jacka haben sich damit eine glänzende Ausgangsposition für die beiden weiteren Selektionen in Sigulda und Winterberg geschaffen. Das ist eine sehr erfreuliche Bilanz zum Auftakt der Saison.“ Hannah Neise überzeugte in Altenberg durch eine glänzende fahrerische Leistung. Beim Start muss sie noch zulegen, das gilt auch für Jacqueline Lölling. „Vielleicht schnuppere ich in dieser Saison an einem Weltcup-Platz“, hatte Neise in der Vorbereitung gesagt. „Das ist mein Ziel.“

Bei den Herren fuhr Alex Gassner (BSC Winterberg) auf den zweiten und dritten Platz. Felix Seibel (BRC Hallenberg) landete jeweils auf dem fünften Platz. Beide Rennen gewann „Startrakete“ Felix Keisinger (WSV Königssee). „Alex muss in den beiden nächsten Stationen mit aller Macht um seinen Weltcup-Startplatz kämpfen“, so Meyer. „Die Konkurrenz mit Keisinger und Axel Jungk ist groß. Alex hat aber große Kämpferqualitäten.“ Hintergrund ist, dass mit Weltmeister Christopher Grotheer (BRC Thüringen) bereits ein Startplatz feststeht und nur noch zwei weitere zu vergeben sind. Bei den Damen ist Weltmeisterin Tina Hermann (WSV Königssee) ebenso gesetzt.
Die nächste Selektion findet Mitte kommender Woche in Sigulda statt. „Hannah freut sich richtig auf den Start in Lettland“, betonte Meyer. Das entscheidende Rennen um die WC-Startplätze steigt am 7. November in der VELTINS-EisArena. Die Selektion in Winterberg wird gleichzeitig als Deutsche Meisterschaft gewertet. Die Weltcup-Saison beginnt Ende November mit einer Doppelveranstaltung in Sigulda.

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