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Gassner gewinnt ersten Skeleton-ICC in Lake PlacidBSC-Athlet wiederum mit Top-Startzeiten unterwegs

20.11.2015
Winterberg/Lake Placid/USA.


Erster Intercontinental-Cup – erster Sieg! Das war ein Einstieg nach Maß. Alexander Gassner (BSC Winterberg) hat sofort ein Zeichen gesetzt. Er will mehr als den ICC, er will zurück in den Weltcup. Und das hat er sowohl mit einer stabilisierten Fahrweise als auch mit einem Weltklasse-Start gezeigt. Auch seine innerdeutsche Konkurrenz Rosenberger (2.) und von Schleinitz (6.), mit denen er sich zu den Nominierungen noch sehr schwer tat, hat er somit hinter sich gelassen. „Ein Super-Einstieg von Alex in die Wettkampfsaison. Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen.“, freute sich BSC-Vorsitzender Jens Morgenstern. „Ich hoffe, dass sich Alex weiter so konzentriert um seine Aufgaben kümmert. Nur Top-Platzierungen helfen bei der Diskussion in Richtung Weltcup in neuen Jahr.“ Die nächste Station ist das kanadische Whistler. Auch dort wird eine Spitzenplatzierung von Alexander Gassner erwartet. Und der BSC-Athlet sollte diese Erwartungen auch erfüllen können.

Die Odyssee des Alexander Gassner

Die Odyssee des Alexander Gassner
oder
Wie zermürbe ich einen Weltklasse-Athleten

Ein Frage-Antwort-Bericht

Winterberg 19.02.2015. 

Der Vorsitzende und der Ehrenvorsitzende des BSC Winterberg sowie der Präsident des NWBSV trauen ihren Ohren nicht! Ein Deja-vu!
Was war passiert? Die FIBT hat die Nominierung des Skeleton-Athleten Alexander Gassner vom BSC Winterberg zurückgewiesen. Wieso? Es gibt einen neuen Passus im Skeleton-Reglement.  Jeder Athlet, der zur WM starten will, muss in der laufenden Saison mindestens drei internationale Rennen absolviert haben. Und Alex hat diese nicht. Wieso haben das die verantwortlichen Trainer Jens Müller und Dirk Matschenz nicht beachtet? Hierzu könnte man zwei Theorien aufstellen:

Theorie 1: Sie haben es wirklich nicht gewusst. Dann müsste man Desinteresse oder Unfähigkeit unterstellen. Dann wären die falschen Leute hier am Ruder.  

Theorie 2: Sie haben es gewusst. Dann wäre es ein zugegeben sehr gut ausgeführter, vorsätzlicher Plan. Sehr clever! Denn Alex hätte nie eine Chance auf die Teilnahme an der WM gehabt. Dann wären nicht nur die falschen Leute am Ruder, es wären auch schon Machenschaften, die eines Sportlers nicht würdig sind und welche die Grundfesten des Sports erschüttern.

Aber wieso ein Deja-vu? Wir erinnern uns an die Situation vor einem Jahr. Die Olympischen Winterspiele in Sotchi stehen an. Die Deutsche Olympiamannschaft wird nominiert. Auch Skeleton. Aber warum nur zwei Herren? Warum bleibt der dritte Startplatz frei? Weil die verantwortlichen Trainer, übrigens die Selben wie jetzt, einen Alexander Gassner nicht dabei haben wollen. Und das mit der besten Startleistung der deutschen Herren. Aber auf die Startleistung kommen wir noch. Die schlussendliche Begründung war, dass der DOSB der Nachnominierung nicht zugestimmt hat. Wieso überhaupt eine Nach- und keine rechtzeitige Nominierung? Wir wissen es nicht. Deja-vu erklärt!

Man könnte ja Gnade vor Recht ergehen lassen und einen Fehler des Trainergespanns durchgehen lassen. Aber nicht in diesem Fall! Warum eigentlich nicht? Weil es eben um Alexander Gassner geht! Er ist übrigens Deutscher Meister 2015! Auf der WM-Bahn! Genau, er ist der beste deutsche Skeletoni auf der WM-Bahn in der WM-Saison. Und was passiert, nachdem Christopher Grotheer Junioren-Weltmeister geworden ist und somit ein zusätzlicher Startplatz für die deutschen Herren zur Verfügung steht? Das schon mehrfach zitierte Trainergespann will den fünftplatzierten der JWM, Martin Rosenberger nominieren. Nach Intervention des Winterberger Stützpunktes soll es ein Stechen zwischen Rosenberger und Gassner geben. Wie hat Martin Rosenberger eigentlich zur DM abgeschnitten? Er belegte Platz fünf mit 1,14 Sekunden Rückstand zu Alexander Gassner. Und wo kommt Martin Rosenberger überhaupt her? Vom WSV Königssee. Königssee? Bayern? Wo war der Interims-Bundestrainer Dirk Matschenz noch mal tätig? In Bayern! Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

An dieser Stelle kommen wir gern noch mal auf die Startnorm zu sprechen. Alexander Gassner hatte sie nicht geschafft. Und ist damit aus allen Planungen raus. Warum wurde er im letzten Jahr als bester Starter nicht mit zu Olympia genommen? Auch das entzieht sich unserer Kenntnis. Wie sieht es denn hier bei Martin Rosenberger aus? Auch er hat keine Startnorm stehen. Und warum fährt er zur WM? Weil es plötzlich aus dem mehrfach zitierten Trainer-Duo die Festlegung gibt, dass bei Rosenberger eine Startnorm nicht nötig ist, weil er das Super-Talent ist und diese nicht nötig hat. Ja genau, dieses Trainerteam, welches nur anhand reeller Zahlen entscheiden wollte, nimmt es jetzt bei einem, wie schon gesagt bayerischen und nicht westfälischen Sportler, seine eigenen Festlegungen nicht mehr so genau. Das nennen wir eine „klare Linie“. 

Und was ist mit Alex? Er ist schon die letzte Saison durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Am Ende mit einen negativen Ausgang.  Und das wiederholt sich jetzt auch wieder. Er ist nicht beliebt im Trainergespann Müller/Matschenz. Wieso? Alex hat eigene Gedanken. Passt sich nicht 100%ig an. Schwimmt schon mal gegen den Strom. Er muss auch nicht der weichgespülte nette Junge von nebenan sein. Er muss Leistung bringen. Und genau das hat er gegen die gesamte innerdeutsche Konkurrenz zur Deutschen Meisterschaft getan. Übrigens ohne einen Testwettkampf, einen Weltcup oder ähnliches im Vorfeld.

Wir zitieren hier einen Auszuge aus der Internetseite des BSD: „Ein Stechen zwischen den beiden Sportlern erübrigte sich, nachdem der bei der FIBT eingereichte Antrag zur Ausnahmegenehmigung für den Start von Alex Gassner, der die Startvoraussetzung für die WM nicht erfüllt, abgelehnt wurde. Aufgrund der Ablehnung dieses Sonderantrages, ist Alexander Gassner durch die FIBT bei der WM nicht startberechtigt. So geht der verbleibende vierte Startplatz bei den Männern an Nachwuchsfahrer Martin Rosenberger.“ Selbstkritik? Ein Eingestehen der eigenen Unfähigkeit? Fehlanzeige! Eine öffentliche Entschuldigung für ein unsportliches Verhalten in Richtung Alexander Gassner oder den BSC Winterberg? Fehlanzeige! Welcher Hochmut ist hier an der Tagesordnung. Unglaublich!

Übrigens, schadet diese Entscheidung eigentlich auch dem BSC Winterberg?  Auch diese Frage wird mit einem ganz eindeutigen „Ja“ beantwortet. Der Club ist einer der wenigen in Deutschland, der sich fast ausschließlich aus Sponsoreneinnahmen finanziert. Und das auch recht erfolgreich. Es gibt in NRW leider nicht diese komfortable Landesförderung wie in anderen Landesverbänden. Hier wird es anders, und vor allem mit hohem ehrenamtlichen Engagement gelöst. Diese Sponsoren verlangen zu recht auch Gegenleistungen. Einen WM-Startplatz kann man nicht alle Tage in die Waagschale werfen. Der Werbeauftritt ist durch nichts zu ersetzen.

Gibt es diese gravierenden Probleme denn auch in den anderen Disziplinen des BSD? Nein! Diese Entwicklung gegen Alexander Gassner ist bei Weitem kein Problem des gesamten BSD. Sowohl bei den Rodlern als auch bei den Bobsportlern gibt es so etwas nicht. Auch hier gibt es Rotationen, es werden Athleten ausgetauscht oder nicht mit zu Wettkämpfen genommen. Aber hier gibt es nachvollziehbare Regularien und Erklärungen. Und es wird zu Gunsten des Athleten entschieden!

Allein die Abteilung Skeleton leistet sich einen solchen Skandal! Und macht damit einen jungen Athleten kaputt! Hiermit kommen wir zurück zur Überschrift. Wird Alex systematisch mürbe gemacht? Aber natürlich! Wie viele dieser Hiobsbotschaften soll Alex noch ertragen? Es käme dem Skeleton-Trainergespann bestimmt nicht ungelegen, wenn Alex seinen Skeleton für immer an den berühmten Nagel hängen würde. Und hier kommen auch wieder der Vorsitzende und der Ehrenvorsitzende des Clubs sowie der Präsident des Landesverbandes ins Spiel. Sie werden alles daran setzen, dass Alexander Gassner seine sportliche Laufbahn weiter führen kann. 
Versprochen!

Alexander Gassner wird deutscher Meister 2015Alexander Gassner holt den Meistertitel im Skeleton nach Winterberg

Winterberg 05.01.2015

Zu einem Südwestfalen-Tag wurde die Deutsche Meisterschaft im Skeleton in Winterberg:

Alexander Gassner vom gastgebenden BSC
 und Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) holten die Titel auf ihrer Heimbahn an der Kappe. Dieses Duo hatte schon in der Saison 2011/12 für den gleichen Doppelschlag gesorgt.
Der 25-Jährige Gassner wahrte damit seine kleine Chance auf eine Teilnahme an der WM vom 23. Februar bis 8. März 2015 an gleicher Stelle: „Ich bin super zufrieden, denn ich wollte allen noch einmal zeigen, was ich kann. Ich hoffe immer noch, doch die Entscheidung liegt jetzt bei den Trainern.“

Die 19 Jahre alte Lölling zeigte sich zurückhaltend, mit dem Weltcup werde es wohl nicht mehr klappen. Allerdings kann sie die Startberechtigung für die Weltmeisterschaft noch durch eine Hintertür erwerben, wenn sie zuvor ihren Titel bei der Junioren-WM in Altenberg verteidigt: „Ich will es nicht zu laut sagen, aber ich fahre dort gerne und traue mir zu, weit nach vorne zu kommen.“ Für Löllings Vereinskollegin Katharina Heinz, ebenfalls noch ohne Erfüllung der Startnorm des nationalen Verbandes BSD, dürfte sich dagegen das Thema Weltmeisterschaft nach Platz fünf erledigt haben.
Gassner konnte bei null Grad seinen Vorsprung aus dem ersten Lauf verteidigen, Favorit Axel Jungk (BRC Riesa) erzielte zwar im zweiten Durchgang die Bestzeit, konnte aber nur noch an Christopher Grotheer (BSR Oberhof) vorbeiziehen und sich somit vom dritten auf den zweiten Rang vorarbeiten. Zehnter wurde Felix Seibel (BRC Hallenberg), auf den Plätzen 15 bis 18 landeten Christian Hermann – am Start mit der zweit- und drittschnellsten Zeit -, Nikolas Wetter, Jan Philipp Kiel und Titus von Weichs (alle BSC Winterberg).
Bei den Damen setzte Lölling zweimal die Bestzeit und freute sich über ihre in stattlicher Anzahl aus Brachbach erschienenen Fans: „Es werden immer mehr, ich glaube, das halbe Dorf war hier.“ Darüber staunte in der letzten Saison ihrer Karriere auch Anja Huber-Selbach (RC Berchtesgaden): „Hier ist ja richtig etwas los.“ Für die 31-Jährige, am Start zweimal die Schnellste, reichte es jedoch nur zu Rang vier hinter den beiden anderen Weltcup-Teilnehmerinnen Tina Hermann (WSV Königssee) und Sophia Griebel (RT Suhl). Unter die Top Ten schaffte es als Neunte noch Janine Becker (BSC Winterberg), ihre Klubkameradinnen Hannah Neise, Alexia Wiegandt und Vanessa Voss beendeten das Rennen auf den Plätzen 14, 16 und 17.

Luise Bauriegel erfolgreich bei Junioren CupJunioren-Weltmeister Jacqueline Lölling und Kilian von Schleinitz gewinnen in Winterberg den Deutschen Junioren Cup

Winterberg 09.02.2014

Die beiden amtierenden Skeleton-Junioren-Weltmeister Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland und Kilian von Schleinitz vom WSV Königssee haben zwei Wochen nach dem Gewinn ihrer Weltmeister-Titel an gleicher Stelle auch die nationalen Wettbewerbe um den Deutschen Junioren Cup gewonnen. Lölling hatte nach den zwei Wertungsläufen am Ende fast eine halbe Sekunde Vorsprung auf Tina Hermann und 1.17 Sekunden auf Anna Fernstädt, beide vom WSV Königssee.

Besonders  erfreulich ist die Platzierung von Luise Bauriegel vom BSC Winterberg, die erst in der zweiten Saison im Skeletonsportunterwegs ist und im Feld der 16 Juniorinnen einen sehr guten 7. Platz belegte.
Die weiteren Nachwuchssportlerinnen vom BSC Winterberg Hannah Neise und Alexia Weigandt kamen auf die Plätze 12 und 14.

Bei den männlichen Junioren belegten vom BSC Winterberg Arben Sadrija Platz 13 und Toni Brieden Platz 18. In der gleichzeitig ausgefahrenen Wertung in der Jugendklasse gab es für Luise Bauriegel und Felix Seibel (BRC Hallenberg) mit ihren zweiten Plätzen noch zwei Podestplätze für den heimischen Stützpunkt-Nachwuchs.

FIBT Junioren-WM in WinterbergSkeleton-Titel für Lölling und von Schleinitz

Winterberg (kbs)

Die WM-Titel bei den Skeleton-Junioren gehen nach Deutschland. Jacqueline Lölling und Kilian von Schleinitz sicherten sich bei den FIBT Junioren-Weltmeisterschaften auf der Bobbahn Winterberg Hochsauerland WM-Gold.

Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland, Jugend-Olympiasiegerin 2012 und Gesamt-Zweite im Skeleton-Intercontinental-Cup 2013/2014, war auf heimischem Eis nicht zu schla-gen und sicherte sich mit Bestzeit in beiden Läufen ihren ersten WM-Titel bei den Skeleton-Juniorinnen. Silber ging in Winterberg an die Kanadierin Elisabeth Vathje (0,22 Sekunden zurück) vor Maria Marinela Mazilu aus Rumänien (0,96 Sekunden zurück).
Intercontinentalcup-Gesamtsiegerin Tina Hermann vom WSV Königssee belegte Rang sechs vor Maxi Just (BRC Riesa) auf Platz sieben.
Bei den Herren feierte das deutsche Team gleich zwei Medaillen: Den WM-Titel der Junioren sicherte sich erstmals Kilian von Schleinitz vom WSV Königssee. Silber ging wie bereits 2012 an Christopher Grotheer (0,13 Sekunden zurück), WM-Bronze feierte Raphael Maier aus Österreich (0,54 Sekunden zurück). Dominik Rady (WSV Königssee) komplettierte das Ergebnis der GER-Teams als Vierter.

Alex Gassner startet ab sofort wieder im WeltcupAlexander Gassner wieder im Weltcup

Winterberg 15.01.2014

Unser Skeletoni Alex Gassner startet ab sofort wieder im Skeleton-Weltcup. Nach den guten Ergebnissen beim InterContinentalCup in Übersee (1. Platz, 2. Platz, 2x 4. Platz) holte Bundestrainer Jens Müller Alex zurück, nachdem Deutschlands Piloten auch beim Weltcup Rennen in St. Moritz hinterherfuhren. 
Wir drücken die Daumen und hoffen auf ein Super Ergebnis von Alex beim nächsten Weltcup in Innsbruck-Igls.
Der Start der Skeleton Herren ist am Samstag, 18.01. um 10 Uhr.