Johannes Lochner feiert besonderen Sieg
Deutscher Dreifach-Triumph im Zweierbob der Herren
Winterberg. (Famp)
Deutscher Dreifach-Triumph zum Abschluss des zweiten Wettkampftages beim IBSF Bob & Skeleton Weltcup in der VELTINS-EisArena in Winterberg: Johannes Lochner gewann gemeinsam mit Anschieber Georg Fleischhauer die Zweierbob-Konkurrenz vor den Teamkameraden Adam Ammour / Alexander Schaller und Francesco Friedrich / Alexander Schüller .
Für Johannes Lochner war es nicht nur der vierte Saisonsieg oder auch die 99. Podestplatzierung in seiner Laufbahn, sondern ein ganz besonderer Sieg – der letzte Zweierbob-Erfolg in Winterberg. Denn der 35-Jährige wird am Ende der Saison seine Laufbahn beenden und freute sich dementsprechend sehr über den ersten Platz: „Es ist hier immer cool in Winterberg, weil es hier immer ein geiles Publikum gibt und es etwas Besonderes ist, hier zu gewinnen“, sagte Johannes Lochner nach Rennende und ergänzte: „Ich werde Winterberg auf jeden Fall vermissen, weil es hier immer einfach unfassbaren Spaß gemacht hat. Wir hatten hier vor zwei Jahren eine geile WM und ich hatte hier zudem 2015 meine erste Weltmeisterschaft.“
Das deutsche Bob-Team dominierte schon den ersten Durchgang des Rennes. Trotz sehr starkem Schneefall fuhr Johannes Lochner mit Georg Fleischhauer eine regelrechte „Angriffsfahrt“ und legte mit 54,88 Sekunden die Bestzeit hin. Zwei Zehntelsekunden dahinter folgte der zweifache Zweierbob-Olympiasieger Francesco Friedrich mit Alexander Schüller. Die deutsche Dreifach-Führung perfekt machten Adam Ammour / Alexander Schaller, die sich allerdings mit den US-Amerikanern Frank Del Duca / Joshua Williamson den dritten Platz zunächst teilten mussten (beide 33 Hundertstelsekunden Rückstand). Eine Überraschung war der fünfte Platz des amerikanischen Duos Kristopher Horn / Carsten Vissering (40 Hundertstelsekunden Rückstand), der mit einer hohen Startnummer an den Start ging und am Ende sogar noch Vierter wurde.
Im zweiten Durchgang sollte sich an der Reihenfolge ganz vorne nichts mehr ändern. Zwar legten Adam Ammour / Alexander Schaller (36 Hundertstelsekunden Rückstand) und Francesco Friedrich / Alexander Schüller (51 Hundertstelsekunden Rückstand) noch einmal starke Läufe hin, doch die Angriffe der Duos konterten Johannes Lochner und Georg Fleischhauer souverän und gewann mit einer Gesamtzeit von 1:49.81 Minuten. US-Amerikaner Frank Del Luca zollte der deutschen Dominanz Respekt: „Es ist wirklich schwer gegen die Deutschen anzukommen. In einem Lauf kannst du es schaffen, aber im kompletten Rennen ist es schon sehr hart.“
