Bob-News

Weltcup-Sieg für Leonie Fiebig bei Stephanie Schneiders ComebackerfolgPressemitteilung NWBSV vom 19.12.2020

Laura Nolte wird nach Bahnrekord im ersten Lauf Zweite


Igls. (pst)

Die deutschen Bobdamen feierten auch beim zweiten Zweier-Wettkampf im
BMW IBSF Weltcup-Wochenende von Innsbruck-Igls einen Dreifachtriumpf. Stephanie
Schneider (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) gewann bei ihrem ersten Weltcupeinsatz in der Saison gleich das erste Rennen. Als Anschieberin bei Schneiders Comebackerfolg fungierte Leonie Fiebig (BSC Winterberg). Für Fiebig war es in ihrem dritten Rennen der Saison mit der dritten Pilotin die dritte Podiumsplatzierung.

Fiebigs Vereinskollegin Laura Nolte landete mit Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) auf Rang zwei. Dritte wurde Kim Kalicki (TuS Wiesbaden), die in der Weltcup-Gesamtwertung nun führt. Nolte legte im ersten Durchgang mit einem Paukenschlag vor. In 52.88 Sekunden erzielte sie einen neuen Bahnrekord. Im zweiten Durchgang sorgte ein grober Fehler am Start, als sie aus der Startspur und gegen die linke Bande fuhr, für einen Rückschlag, so dass es nicht für Rang eins reichte. “Den fehlenden Speed kannst du hier nicht mehr wettmachen, weil die Bahn einfach zu kurz ist. Ist schade, aber man kann nicht immer gewinnen", sagte Laura Nolte nach dem Rennen.

Bundestrainer René Spies sagte: "Es war ein sehr enges Rennen zwischen unseren drei Teams. Ein tolles Ergebnis für uns, man sieht aber auch an den Fehlern, dass der Konkurrenzkampf momentan brutal ist. Alle fahren auf ganz ähnlichem Niveau – da entscheiden am Ende Nuancen über Sieg und Platz zwei oder drei."

“Ich habe ein lachendes und weinendes Auge”, meinte der zufriedene Heimtrainer Andreas Neagu. Mit Fiebig und Nolte hatte er die zwei Athletinnen des Stützpunkts Winterberg vorne. Über die flexible Anschieberin sagte Neagu: “Leonie Fiebig wird, wenn alle fit bleiben, eine sichere Kandidatin für Olympia. Es ist nur die Frage bei welcher Pilotin.”

Nach der Weihnachtspause wird der BMW IBSF Weltcup in der ersten Januar-Woche nach Winterberg kommen. Dann werden auch die nordamerikanischen SportlerInnen aus den USA und Kanada in den Weltcup einsteigen. “Die Nordamerikaner sind für uns diese Saison Terra inkognita, also unbekannt”, erklärte Neagu.

Laura Nolte feiert Weltcup-Sieg bei deutschem Dreifach-Erfolg in IglsPressemitteilung NWBSV vom 13.12.2020

Die Athletin des BSC Winterberg wird Zweite bei ihrer Saison-Monobob-Premiere  /  Anschieberin Leonie Fiebig landet mit Mariama Jamanka auf Platz drei


Igls. (pst)

Das strahlende Siegerlächeln war trotz Maske deutlich zu erkennen. Laura Nolte feierte ein erfolgreiches Wochenende beim BMW IBSF Weltcup in Innsbruck-Igls mit zwei Podiumsplätzen. Bei ihrer Saisonpremiere im Monobob am Samstag landete sie noch auf Rang zwei hinter der australischen Spezialistin auf dem neuen Gerät Breeana Walker. Im Zweierbob am Sonntag folgte dann ein überzeugender Sieg beim deutschen Dreifach-Triumph vor Kim Kalicki (TuS Wiesbaden) und Mariama Jamanka (BRC Thüringen). Bei Jamanka war Leonie Fiebig (BSC Winterberg) als Anschieberin mit im Bob. Vor zwei Wochen in Sigulda war Fiebig noch bei Noltes Weltcupsieg dabei. In Igls hatte Nolte wieder Deborah Levi (SC Potsdam) mit im Bob. In beiden Durchgängen gelang die Bestzeit. Am Ende waren es genau drei Zehntel Vorsprung vor Kalicki.

Siegerin Laura Nolte sagte nach ihrem zweiten Saisonerfolg: „Es lief sehr gut, auch in Anbetracht der Tatsache, dass ich mit dem Schnee in der Bahn unsicher war. Aber es funktionierte. Es lief heute besser als gestern beim Monobob. Wir sind sehr zufrieden." Grundlage für den Erfolg waren in beiden Durchgängen die besten Startzeiten. Warum das am Start so gut funktioniert, erklärte Nolte wie folgt: „Ich habe einen eher längeren, kräftigen Schritt, Deborah bringt die nötige Frequenz dazu. Wir sind beide nochmal schneller geworden und passen gut zusammen.“

Bundestrainer René Spies sagte über die Damenwettbewerbe in Igls: „Es war ein toller Dreifach-Erfolg. Ich denke, das war die richtige Antwort auf den Monobob-Bewerb von gestern, bei dem wir bei allen drei Pilotinnen fahrerische Defizite gesehen haben."

Über den Monobobwettbewerb meinte Laura Nolte, immerhin Goldmedaillengewinnerin bei den Youth Olympic Winter Games 2016 in Lillehammer auf eben diesem Gerät: „Im ersten Lauf hatte ich Probleme. Der zweite Lauf war besser, aber noch nicht optimal. Wir müssen uns noch an das neue Gerät gewöhnen.“ Trotz der Eingewöhnungsphase möchte sie im nächsten Rennen im neuen Gerät wieder vorne mit dabei sein. Der Fokus liegt aber klar auf dem Zweierbob-Weltcup. Das nächste Weltcup-Wochenende Bob und Skeleton steht am kommenden Wochenende erneut in Igls an.

Laura Nolte gewinnt 2. Weltcup in SiguldaPressemitteilung NWBSV vom 28.11.2020

Mit Anschieberin Leonie Fiebig ist ein Winterberger Duo bei deutschem Dreifach-Triumph im Zweierbob ganz vorne


Sigulda. (pst)

Mit einem nordrhein-westfälischen Sieg im Zweierbob endeten die Weltcupwochen für die Frauen im lettischen Sigulda. Die Erleichterung über die gelungene Fahrt war Laura Nolte und ihrer Anschieberin Leonie Fiebig bereits nach dem ersten Lauf des 2. Weltcups in Sigulda deutlich anzusehen. Die beiden Athletinnen des BSC Winterberg lagen vom Start weg vorne und waren im Ziel zwei Hundertstel vor den Siegerinnen der Vorwoche Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Vanessa Mark (TuS Eintracht Wiesbaden).

Den zweiten Lauf begannen die Winterbergerinnen mit erneuter Startbestzeit. Die Zeit von 5.24 Sekunden lag nur drei Hundertstel hinter dem Startrekord, den Laura Nolte in der Vorwoche mit Deborah Levi (SC Potsdam) aufgestellt hatte. Es folgte damals ein Sturz. Nun hielt die junge Pilotin ihren Bob in der Spur und gewann am Ende mit 24 Hundertstel Vorsprung vor den zeitgleichen Mariama Jamanka und Kim Kalicki. Die für die Eintracht Wiesbaden fahrende Kalicki kämpfte sich mit dem zweitbesten zweiten Durchgang noch auf das Podium vor der Österreicherin Katrin Beierl. „Ich bin mega-erleichtert, dass wir nicht wieder gestürzt sind. Denn das war meine größte Sorge. Ich habe zu Leonie gesagt, dass mir die Platzierung egal ist – Hauptsache, wir bringen das Rennen zu Ende. Ich war so fokussiert und bin richtig happy“, meinte die glückliche Siegerin Laura Nolte nach zwei starken Durchgängen.

Lob gab es auch vom Bundestrainer. René Spies sagte: „Nachdem hier alle unsere Teams schon je einen Sturz hatten, bin ich erstmal froh, dass alle heil unten angekommen sind. Aufgrund der Startzeiten hat Laura heute verdient gewonnen. Ein tolles Rennen von allen drei Teams." „Ich habe mich riesig gefreut. Laura hat den Sturz gut verarbeitet und in einen Erfolg umgemünzt. Wir hoffen, dass es so weiter geht. Zumal Innsbruck Laura als guter Starterin liegt“, erklärte NWBSV-Landestrainer Andreas Neagu mit Hinblick auf die kommenden zwei Weltcups in Innsbruck-Igls (13. und 19. Dezember).

Anschieberin Annika Drazek (TV Gladbeck), die noch in der Selektion bei Mariama Jamanka für Schub sorgte, erklärt ihre momentane Situation: „Die letzten Wochen waren sehr kräftezehrend für mich. In letzter Zeit habe ich mich irgendwie nicht top fit gefühlt und konnte meine Leistung nicht voll abrufen. Aus gesundheitlichen Gründen muss ich mich daher leider für die kommenden Weltcups rausnehmen.“
Die Rennen der Männer in Sigulda, wo wegen der engen Bahn nur Weltcups im Zweierbob gefahren werden können, finden ohne NWBSV-Beteiligung statt.

Sturz nach Startrekord für Laura Nolte in SiguldaPressemitteilung NWBSV vom 21.11.2020

Winterberger Pilotin kippt im ersten Lauf in der Ausfahrt Kurve 13


Sigulda. (pst)

Der Weltcup-Auftakt verlief mehr als ärgerlich für Bobpilotin Laura Nolte (BSC Winterberg). Ein Sturz im ersten Lauf verhinderte eine gute Platzierung im Corona bedingt schmalen Feld von neun Zweierbobs in Sigulda.

Dabei sah es zunächst sehr gut aus. Zusammen mit Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) legte Nolte eine unglaubliche Startbestzeit im ersten Lauf von 4,21 Sekunden hin, lag damit um 15 Hundertstel vor Jamanka und unterbot nebenbei den bisherigen Startrekord der Rumänin Andreea Grecu um eine Hundertstel. Mit viel Tempo ging es weiter in die enge lettische Bahn. Doch bei der Ausfahrt von Kurve 13 zu 14 ging es zu hoch hinaus. Ein Sturz folgte und der Bob rutschte auf der Seite bis ins Ziel. Dieser erste Lauf wurde zwar gewertet, aber mit einem Rückstand von über 11 Sekunden auf die Führenden hatten Nolte/Levi mit dem Rennausgang naturgemäß nichts mehr zu tun. Auf den zweiten Durchgang verzichtete das unverletzte Bobduo. „Das ist natürlich nicht das, was ich sehen möchte. Aber die Bahn in Sigulda ist sehr selektiv. Da hat es in der Trainingswoche schon jede Menge Stürze gegeben“, sagte NWBSV-Landestrainer Andreas Neagu.

Nolte war die einzige aktuelle Athletin aus dem NWBSV bei diesem ersten Weltcuprennen. Siegerin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) ging erstmals in diesem Winter mit Anschieberin Vanessa Mark (TuS Eintracht Wiesbaden) auf die Bahn. Annika Drazek (TV Gladbeck) setzte dieses Mal aus. „Weil die eigentliche zweite Anschieberin von Jamanka, Kira Lipperheide (ebenfalls TV Gladbeck), derzeit verletzungsbedingt ausfällt, war die Belastung im Vorfeld für Annika Drazek sehr hoch. Die Entscheidung auszusetzen und die Akkus aufzuladen ist vernünftig“, erklärte NWBSV-Landesathletiktrainer Heiner Preute. Hinter Jamanka landeten Kathrin Beierl (Österreich) und Kim Kalicki (TuS Wiesbaden) auf den Plätzen zwei und drei. Nächste Woche steht erneut in Sigulda der zweite Weltcup des Winters an.

Laura Nolte für Weltcup nominiertPressemitteilung NWBSV vom 13.11.2020

Bundestrainer René Spies erwartet von der Winterberger Bobpilotin „nächsten Schritt“


Schönau/Winterberg. (pst)

Mit der Deutschen Meisterschaft im Viererbob der Männer in der LOTTO Bayern Eisarena Königssee endete auch die Selektionsphase für den ab nächster Woche im lettischen Sigulda beginnenden Weltcup. Besonders spannend ging es bei den deutschen Bobdamen zu. Chef-Bundestrainer René Spies verkündete im Anschluss offiziell die Teams für die ersten Weltcup-Rennen in Sigulda und Innsbruck.

Mit ihrem gestrigen Sieg bei der Deutschen Meisterschaft sicherte sich die 21-jährige Laura Nolte (BSC Winterberg) mit ihrer Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) neben dem Deutschen Meistertitel auch die Qualifikation für den Weltcup. „Das war Race in Race“, erklärte Stützpunkttrainer Andreas Neagu. Ab nächster Woche wird die in Unna geborene Nolte die deutschen Farben in Sigulda neben Vize-Weltmeisterin Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) und Olympiasiegerin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) als Pilotin vertreten. „Die Bahn in Sigulda muss Laura noch besser kennenlernen. Es sollte der nächste Schritt erfolgen. Bei den Rennen in Igls hoffe ich, dass sie um die Medaillen mitfährt“, sagte der aus Winterberg stammende Cheftrainer Spies. Besonders angetan ist er von Noltes Zeiten am Start. Darauf basierend erwartet Spies eine Steigerung in den Rennen. Die Anschieberinnen Annika Drazek (TV Gladbeck) und Leonie Fiebig    (BSC Winterberg) komplettieren das Weltcupaufgebot aus nordrheinwestfälischer Sicht bei den Damen.

Bei den Männern startet neben den gesetzten Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) auch der frischgebackene zweifache Deutsche Meister Christoph Hafer (BC Bad Feilnbach) in Sigulda, wo an den kommenden Wochenenden Weltcup-Rennen ausgetragen werden. Hafer krönte nach dem gestrigen erstmaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Zweierbob die Wettkämpfe aus seiner Sicht mit der Titelverteidigung im Viererbob. Von Sigulda geht es nach Österreich. Neben Friedrich und Lochner vervollständigt am zweiten Innsbrucker Weltcupwochenende das Team von Hans-Peter Hannighofer (BRC Thüringen) das deutsche Weltcupaufgebot. Der 23-jährige Thüringer wird damit in dieser Saison sein Weltcupdebüt begehen. In Innsbruck stößt im Dezember dann auch wieder Anschieber Christopher Weber            (BSC Winterberg) nach seiner Verletzungspause dazu. „Während der Rennen in Sigulda schont sich Christopher noch“, erklärte Bundestrainer Spies.

Laura Nolte verteidigt DM-TitelPressemitteilung NWBSV vom 12.11.2020

Die Winterberger Pilotin sammelt wichtige Selektionspunkte bei der Deutschen
Meisterschaft am Königssee



Schönau/Winterberg. (pst)

Es war wieder ein Kampf um hundertstel Sekunden in der LOTTO Bayern Eisarena Königssee bei den deutschen Bobdamen. Am Ende feierte Laura Nolte (BSC Winterberg) mit ihrer Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) die Titelverteidigung des Deutschen Meistertitels und machte einen Riesenschritt Richtung Qualifikation für den Weltcup. Dementsprechend groß war der Jubel im Ziel.

Bereits nach dem ersten Lauf war das Duo Nolte / Levi mit 51,53 Sekunden am Königssee vorne.   Der Vorsprung auf Kim Kalicki / Ann-Christin Strack (TuS Eintracht Wiesbaden / BC Stuttgart Solitude) betrug gerade Mal ein Hundertstel. Fünf Hundertstel dahinter befanden sich Stephanie Schneider (SC Sachsen Oberbärenburg) und ihre Anschieberin Leonie Fiebig (BSC Winterberg). Schneider und Kalicki waren zwar im zweiten Lauf genau so schnell wie Nolte im ersten Durchgang. Die Winterbergerin packte allerdings noch einen drauf. Mit 51,42 Sekunden schaffte sie eine erneute Laufbestzeit. „Im ersten Lauf hatte Laura einen kleinen Fahrfehler“, sagte Stützpunkttrainer Andreas Neagu. Der zweite Durchgang verlief nach erneutem Topstart einwandfrei. Die Winterberger Pilotin sammelte somit neben dem DM-Titel wichtige Selektionspunkte auf dem Weg zur Weltcup-Nominierung. „Das deutsche Weltcup-Team wird erst am Freitag, 13. November, bekannt gegeben“, sagte Bundestrainer René Spies. Die Chancen für Nolte stehen aber sehr gut. „Nach unseren Berechnungen sollte es reichen und Laura fährt nächste Woche zum Weltcupauftakt nach Sigulda“, meinte Neagu. Olympiasiegerin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Anschieberin Annika Drazek (TV Gladbeck) landeten mit Abstand auf Rang vier der Deutschen Meisterschaft. Für die beiden wird es vermutlich noch einmal eng mit einer Weltcup-Nominierung, am Ende sollte es aber knapp reichen.

Unter anderen Voraussetzungen fuhr Anna Köhler (BSC Winterberg) am Königssee. Nach ihrem Sturz am Wochenende in Altenberg ging es erstmals mit Anschieberin Luise Lauter (BSC Winterberg) an den Start. Am Ende landeten die beiden BSC-Sportlerinnen auf dem siebten Rang von sieben Teams bei der Deutschen Meisterschaft. „Mit Annas Knieverletzung nach dem Sturz in Altenberg war das realistisch“, sagte Lauter nach ihrem ersten Rennen überhaupt. Neagu ergänzte: „Beim Start konnte Anna wegen ihres Knies keinen Druck ausüben, fahrerisch war sie gut.“

Bei den Männern gewannen Christoph Hafer (BC Bad Feilnbach) und Anschieber Christian Hammers (TuS Eintracht Wiesbaden) den Titel im Zweierbob. Das Rennen fand ohne NWBSV-Beteiligung statt. Den Abschluss der Deutschen Meisterschaft machen am morgigen Freitagvormittag die Viererbobs der Männer. Die Entscheidung wird im Livestream auf bsd-tv.de übertragen. Im Anschluss wird am Nachmittag vom BSD mitgeteilt, welche Piloten sich für den Weltcup qualifiziert haben.

Laura Nolte mit konstanten Fahrten in AltenbergPressemitteilung NWBSV vom 07.11.2020

Nach vier Läufen holt die Winterberger Pilotin Platz zwei bei der Selektion in Altenberg



Altenberg. (pst)

Die zweite Selektion der deutschen Bob-Elite im Enso Eiskanal in Altenberg bot einen Fingerzeig für die Qualifikation hinsichtlich der kommenden Weltcup-Saison. Auf den vorderen Plätzen bei den Damen ging es wieder knapp und mit schnellen Zeiten zur Sache. Weil in Altenberg im Februar die Weltmeisterschaft stattfindet, fuhren die Damen ihre Selektion im WM-Modus mit vier Durchgängen an zwei Tagen. Nach den ersten beiden Läufen lagen drei Bobs zeitgleich mit 1:53,40 Minute auf Platz eins. Darunter war auch die heimische Pilotin Laura Nolte (BSC Winterberg) mit ihrer Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam). Im dritten Durchgang am Samstag setzten sich dann aber die Duos Kim Kalicki (TuS Wiesbaden) / Ann-Christin Strack (BC Stuttgart Solitude) und Mariama Jamanka (BRC Thüringen) / Annika Drazek (TV Gladbeck) zunächst vor Nolte an die Spitze.

Im vierten Durchlauf wurden die Platzierungen vorne aber nochmals geändert. Laura Nolte fuhr mit zweitbester Laufzeit im vierten und letzten Durchgang noch auf Rang zwei im Gesamtklassement. Mariama Jamanka fiel nach einer durchwachsenen vierten Fahrt als vorher Führende noch auf Platz drei im Gesamtklassement zurück.
Das Duo Nolte / Levi muss nun auf dem Weg zur erneuten Qualifikation für den Weltcup am Donnerstag, 12. November 2020, am Königssee nachlegen. „Laura Nolte zeigte vier konstante Läufe. Vor allem ihre Starts waren sehr gut“, lobte der Winterberger Stützpunkttrainer Andreas Neagu. Im vierten Lauf fehlten mit 5,64 Sekunden nur zwei Hundertstel zum Startrekord in Altenberg. Neagu meint: „Am Königssee ist die Bahn kürzer. Da profitiert Laura Nolte mit den starken Starts.“ Mit ihren Siegen und dritten Plätzen in Winterberg und Altenberg haben Jamanka und Kalicki gute Ausgangspositionen für die abschließende Selektion. „Das sind schon harte Bandagen“, sagt Neagu zur knappen Situation.
Nicht so gut lief es für Pilotin Anna Köhler (BSC Winterberg) und ihre Anschieberin Lena Böhmer (TV Gladbeck). Ein Fahrfehler im Kreisel im dritten Lauf führte zum Sturz und somit zum Ausscheiden. „Es ist zum Glück nichts Schlimmeres passiert. Es sind ein paar Prellungen und blaue Flecken“, sagte Neagu erleichtert. Anschieberin Leonie Fiebig (BSC Winterberg) und ihre Pilotin Stephanie Schneider (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) kamen erst im vierten Durchgang in Fahrt Hier waren sie mit 56,41 nur drei Hundertstel langsamer als Nolte / Levi.

Die Herren fuhren ihre Selektion in Altenberg jeweils in zwei Läufen im Zweier- und Viererbob. Im Zweier war kein nordrhein-westfälischer Athlet beteiligt. Im Viererbob landete Anschieber Christopher Koch (BRC Hallenberg) mit Pilot Jonas Jannusch
(BRC Thüringen) auf Platz drei. Dahinter war Kochs Hallenberger Vereinskollege Joshua Koßmann mit dem Bob von Philipp Zielasko (BRC Thüringen) Vierter.

Hohes Niveau bei der Selektion in der VELTINS-EisArenaPressemitteilung NWBSV vom 25.10.2020

Zwei Hundertstel entscheiden jeweils über Platz 1 und 2 bei den Damen und Herren im Zweierbob in Winterberg / Duo Jamanka/Drazek hauchdünn vorn


Winterberg. (pst)

Die ersten Selektionsrennen in der Winterberger VELTINS-EisArena des BSD boten gleich packenden Sport und hohes Niveau. Lediglich zwei Hundertstel trennten sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die Plätze eins und zwei im Zweierbob. Vor allem bei den deutschen Bobdamen gibt es ein spannendes Prozedere um die Weltcupteilnahme. Denn hier ist keine Pilotin gesetzt.

In Winterberg lieferten sich Olympiasiegerin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) mit Anschieberin Annika Drazek (TV Gladbeck) ein dramatisches Wimpernschlagfinale gegen das Duo Stephanie Schneider (SC Potsdam) / Leonie Fiebig (BSC Winterberg). Bei den letzten beiden Zwischenzeiten vor der Zieleinfahrt waren die beiden Bobs zeitgleich. Stephanie Schneider musste sich nach der Führung im ersten Durchgang also knapp geschlagen geben. Mit Blick auf die beiden Anschieberinnen aus Nordrhein-Westfalen sagte Stützpunkttrainer Andreas Neagu: „Der NBWSV an sich steht gut da.“ Die beiden heimischen Pilotinnen verpassten allerdings die Top 3 knapp.
Nach dem Traumstart ins Kalenderjahr 2020 mit dem gelungenen Weltcup-Debüt muss Pilotin Laura Nolte (BSC Winterberg) um die erneute Teilnahme im Weltcup kämpfen. Zwar gelang ihr und Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) in beiden Durchgängen die beste Startzeit (5,49 Sekunden), doch ein Quersteher bereits im Bereich der Startkurve des ersten Laufs kostete eine bessere Platzierung als Rang vier in der ersten Selektion. „Bei der Startzeit von Laura ging ein Raunen durch den Startbereich. Das war nur sechs Hundertstel langsamer als der Startrekord. Der Fahrfehler im ersten Lauf kostete die ganze Geschwindigkeit. Der zweite Lauf hat gezeigt, wo die Reise hingeht“, meinte Neagu. Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) und Ann-Christin Strack (BC Stuttgart Solitude) platzierten sich mit 0,23 Sekunden Vorsprung nach zwei Läufen vor der Lokalmatadorin Laura Nolte. Olympiateilnehmerin Anna Köhler (BSC Winterberg) landete nach gutem zweitem Durchlauf mit ihrer Anschieberin Lena Böhmer (TV Gladbeck) auf dem 5. Rang der ersten Selektion. „Sie hat ein ganz neues Team. Der Abstand am Start ist für Anna Köhler noch zu groß. Wir glauben, dass es in Altenberg noch besser laufen wird und sie die da oben noch ärgern kann“, hofft Neagu.

Bei den Männern sind Rekordweltmeister Francesco Friedrich (BRC Oberbärenburg) und Vizeweltmeister Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) bereits für den Weltcup gesetzt. Die erste Qualifikationsrunde in der Winterberger VELTINS-EisArena ging ohne NWBSV-Beteiligung über die Bühne. Den Sieg in der ersten Selektion im
Zweierbob sicherte sich Hans-Peter Hanighofer (BRC Thüringen) vor Richard Oelsner (BSC Oberbärenburg) und Christoph Hafer (BC Bad Feilnbach).

Den Abschluss der Woche machte die Selektion im Viererbob. Hier setzte sich Oelsner mit seinem Team in zwei Läufen vor den Bobs von Hafer und Philipp Zielasko (BRC Thüringen) durch. Hier war Joshua Koßmann (BRC Hallenberg) als Anschieber mit auf dem Bob. Max Neumann (BSC Winterberg) erzielte mit Pilot Christian Jannusch (BRC Thüringen) erzielte die beste Zeit im zweiten Durchgang mit 55,47 Sekunden. Im Gesamtergebnis stand Platz vier zu Buche. Die Weltklasseathleten Friedrich und Lochner sind mit ihren Bobs auch im Vierer für den Weltcup gesetzt.

Neuzugänge beim Bobteam Laura NolteNews vom 12.07.2020

Das ist neu bei Laura Nolte und Deborah LeviNews vom 15.06.2020

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