Winterberg/Oberhof/ParkCity. 06.02.2011
Drei Starts und drei Medaillen – das ist die erfolgreiche Ausbeute der Junioren-Kufensportler des BSC Winterberg bei den an diesem Wochenende in Oberhof und Park City (USA) stattgefundenen Junioren-Weltmeisterschaften im Rennrodeln und Skeleton. Auf der Rennschlittenbahn in Oberhof wurden Katrin Rudolph Vizeweltmeisterin und das Rennrodel-Doppel Robin Geueke (SC Fredeburg) und David Gamm (BSC Winterberg) Dritte. Ebenfalls Dritter wurde der Junioren-Weltmeister des vergangenen Jahres Alexander Gasznar bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Skeleton auf der Olympiabahn von 2002 in Park City (USA).
Am erfolgreichsten war die 18-jährige Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Winterberg Katrin Rudolph, die in Oberhof mit einem äußerst knappen Rückstand von nur 0,020 Sekunden hinter der Lokalmatadorin Dajana Eitberger (Ilmenau) Junioren-Vizeweltmeisterin wurde. Luzie Löscher (Zwickau) und Aileen Frisch (Altenberg) vervollständigten auf den Plätzen drei und vier den totalen Triumph der deutschen Rennrodlerinnen. Erst auf den Rängen fünf und sechs konnten sich mit Tatjana Ivanova (Russland) und Kate Hansen (USA) die ersten ausländischen Athletinnen platzieren. Insgesamt waren 37 Juniorinnen aus 14 Nationen am Start.
Katrin Rudolph ärgerte sich nur ganz kurz über die zwei Hundertstelsekunden Rückstand, die ihr zum Titelgewinn bei ihrer ersten JWM-Teilnahme am Ende fehlten, sagte dann aber in der Auslaufzone über den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere: „Ich wollte in Oberhof um eine Medaille mitkämpfen, das ist mir gelungen. Meine Startleistungen waren heute nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich war schon sehr nervös oben auf dem Startbock. Aber ich bin überglücklich über diesen Erfolg!“ Nach dem letzten Junioren-Weltmeister-Titel von Madeleine Teuber 2009 in Nagano hat der BSC Winterberg mit Katrin Rudolph wieder eine TOP-Junioren-Rennrodlerin, die auch im nächsten Winter noch in der Juniorenklasse startberechtigt ist.
War Katrin Rudolphs Medaille aufgrund ihrer überragenden Saisonleistungen (Rang zwei in der Junioren-Weltcup-Gesamtwertung) nicht die große Überraschung, kann man den dritten JWM-Platz des neuformierten Rennrodel-Doppels Robin Geueke und David Gamm durchaus als kleine Sensation bezeichnen. Ein Platz unter den ersten sechs war ihr Ziel, das sie sich bei ihrem WM-Debüt vorgenommen hatten. Ganz cool waren der 18-jährige Fredeburger und der erst 15-jährige Winterberger am Sonntagvormittag in das Rennen gegangen. Sie waren so gerade noch in das deutsche WM-Aufgebot reingerutscht und eigentlich hatte sie niemand ernsthaft auf der Rechnung. Die neuformierte Renngemeinschaft Fredeburg-Winterberg war dadurch zustande gekommen, weil der Hallenberger Christian Paffe berufsbedingt als Doppelpartner von David Gamm nicht mehr zur Verfügung stand und Robin Geueke, der bis zur letzten Saison noch im Rodel-Einsitzer unterwegs war, eingesprungen ist. In der technisch schwierigen Doppelsitzer-Disziplin hatten die beiden Sauerländer von allen gestarteten TOP-Schlitten die wenigste Erfahrung. Umso höher ist ihr Erfolg hinter dem italienischen Doppel Rieder/Rastner und den Lokalmatadoren Grüßner/Förtsch einzustufen. Am Start waren 22 Doppelsitzer-Teams aus 13 Nationen.
Etliche Schlachtenbummler aus dem Sauerland, unter ihnen auch Corinna Martini, waren in Oberhof hautnah dabei und feierten die beiden Podestplätze überschwenglich.





