Glänzende Saison für Skeletonpilot Sandro Stielicke
1. März 2009
Winterberg/Lake Placid
Sandro Stielicke vom BSC Winterberg beendet eine für ihn glänzende Saison 2008/2009 mit einem hervorragenden sechsten Platz bei der Skeleton-Weltmeisterschaft in Lake Placid (USA). Ein Platz unter den Top Ten war ein hohes Ziel, das sich der Winterberger vor dem Wettkampf gesetzt hatte, lief es doch in der unmittelbaren WM-Vorbereitung mit den Plätzen 15 und 21 in den beiden letzten Weltcup-Entscheidungen in Park City alles andere als rund. Und nach dem ersten WM-Wettkampftag in Lake Placid glaubte nieman mehr an einen Top Ten-Platz. Auf dem zwölften Platz fand sich der 22-jährige Sportsoldat der Bundeswehr-Sportfördergruppe Warendorf nach dem ersten Wertungslauf wieder. Der zweite Lauf wurde nach heftigen Wetterkapriolen mit Regen und Sturm abgebrochen und annulliert.
Am zweiten Wettkampftag kam dann die große Stunde von Sandro Stielicke. Mit Laufbestzeit (55.12 Sek.) im dritten Lauf verbesserte er sich vom zwölften auf den fünften Platz und mit der sechstbesten Laufzeit im abschließenden vierten Wertungslauf beendete er seine WM-Premiere mit Platz sechs in einer Gesamtzeit von 2:47.26 Min. nur neun Hundertstelsekunden hinter dem besten Deutschen Michi Halilovic vom WSV Königssee, der Rang 5 erreichte. Zur Bronzemedaille, die der Russe Alexander Tretiakov gewann, fehlten Sandro Stielicke lediglich 17. Hundertstelsekunden. Weltmeister wurde Gregor Staehli aus der Schweiz vor Adam Pengilly aus Großbritannien. Mitfavorit Frank Rommel (Zella-Mehlis) schloss die WM auf dem 13. Platz ab und auch Medaillenkandidat Florian Grassl (Königssee) war mit seinem 17. Platz alles andere als zufrieden.
Für Sandro Stielicke hingegen geht eine Traumsaison zu Ende. Nach überzeugenden Leistungen in den internen Selektionsrennen wurde er überraschend für das Weltcup-Aufgebot des BSD nominiert. In seinem ersten Weltcup-Rennen in Winterberg gelang ihm auf Anhieb ein vierter Platz und eine Woche später in Altenberg konnter er mit dem dritten Platz seinen ersten Weltcup-Podestplatz einfahren. Ein weiterer Höhepunkt für den früheren Rennrodler war der Gewinn der Junioren-Weltmeisterschaft auf der Kunsteisbahn am Königssee. Und die Weltcup-Gesamtwertung schloss er als weltweit bester Junior mit dem zwölften Platz ab, obwohl er wegen seiner JWM-Teilnahme nur an sieben von acht Weltcuprennen teilnehmen konnte.




